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China startet Spionageoffensive im Internet

Ein umfangreicher Bericht für den US-Kongress warnt vor einer chinesischen Großoffensive bei der Spionage im Internet. „China betreibt ein Programm für Internet-Spionage“, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten 393-Seiten-Bericht des Ausschusses für Wirtschafts- und Sicherheitsfragen in den Beziehungen zwischen den USA und China.

Das Programm ziele auf die US-Regierung und auf Computer von Wirtschaftsunternehmen in den USA ab. „China stiehlt große Menge sensibler Informationen aus amerikanischen Computer-Netzwerken“, erklärte Larry Wortzel, Vorsitzender des Kongressausschusses. Hacker agieren dabei wie moderne Soldaten.

China habe massiv in den „Krieg im Internet“ investiert. Diese Modernisierung sei sowohl „beeindruckend als auch beunruhigend“ und zeige, dass China seinen Einflussbereich auf Kosten seiner asiatischen Nachbarn und der Vereinigten Staaten vergrößere. Es gebe in China 250 Gruppen von Internet-Piraten, die von der Regierung in Peking „toleriert oder sogar gefördert“ würden.

Auch Rechner der deutschen Regierung sind erneut im Visier von Hackern aus China. Es gebe Hinweise, dass „gezielt Angriffe im Computerbereich gegen Regierungsbereiche gefahren werden“, sagte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, August Hanning, am Mittwoch in Berlin. Nähere Angaben machte Hanning nicht. Der Sprecher von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, Stefan Paris, sagte, grundsätzlich reagiere man im Bereich der Spionage über das Internet „sehr sensibel“.

Deutsche Netze seien immer wieder von Anschlägen betroffen. Im Sommer 2007 hatten Medienberichte über chinesische Trojaner auf deutschen Regierungscomputern für Aufsehen gesorgt. Neben dem Kanzleramt seien das Wirtschaftsministerium, das Forschungsministerium und das Auswärtige Amt betroffen, hieß es damals. Die Regierung in Peking hatte das mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen. Als Entwicklungsland sei China zu solch ausgeklügelten Angriffen im Internet gar nicht in der Lage, hieß es damals.

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