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China droht Internet-Adressenknappheit

In etwas mehr als 800 Tagen werden neue Internet-Nutzer in China keinen normalen Zugang mehr bekommen können. Dann wird der chinesische Vorrat an IP-Adressen für die Kommunikation zwischen Computern im Internet erschöpft sein. Das berichtet ChinaTechNews unter Berufung auf Zahlen des China Internet Network Information Center (CNNIC). Dem bereits zum Riesen unter den Internet-Nationen aufgestiegenen Land droht dadurch aber nicht unbedingt ein Internet-Armageddon. Der Umstieg vom aktuellen IPv4-Format für IP-Adressen auf das Nachfolge-Format IPv6 soll den Kollaps abwenden.

Dem CNNIC zufolge sollen bereits 80 Prozent der für China vorgesehenen IPv4-Adressen verbraucht sein. Dabei hat die Internet-Nutzung in China rapide zugenommen und seit Juli dieses Jahres ist das Land nach CNNIC-Angaben Internet-Nation Nummer eins. Durch den schnellen Verbrauch der im Internet wichtigen Ressource der IP-Adressen könnte das Land 2010 ins Schleudern geraten. Das deckt sich mit anderen Prognosen zur Entwicklung des IPv4-Adressraums, die ein Erschöpfen der Adressen-Vorräte regionaler Registries im Jahr 2011 befürchten. „Vorhersagen bleiben aber Vorhersagen“, betont Daniel Karrenberg, Chief Scientist bei RIPE NCC, der regionalen Registry für Europa und Umgebung, gegenüber pressetext.

Als Lösung für das chinesische IP-Adressenproblem wird der designierte IPv4-Nachfolger IPv6 gehandelt, der einen deutlich größeren Adressenraum bietet. Die im Land in den letzten Jahren installierte IT-Infrastrukturausrüstung unterstütze beide Formate, berichtet ChinaTechNews. Die Anbieter würden mit der Verwendung von IPv6 beginnen, wenn erforderlich. Chinesische Nutzer müssten sich also keine Sorgen über den Internet-Zugang machen. Ob China wirklich so gut auf einen Umstieg vorbereitet sei, könne er zwar nicht beurteilen, so Karrenberg. „Es ist wahrscheinlich“, dass eine Adressenknappheit in China hilft, IPv6-Bemühungen auch international voranzutreiben, meint allerdings der Experte. Um das globale Problem der IP-Adressenverknappung zu lösen, hatte sich im Mai dieses Jahres auch die OECD für IPv6 ausgesprochen.

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