Briten fallen nicht so leicht auf Online-Betrug herein wie Franzosen

Nach Angaben von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, reagieren die Bürger der Europäischen Union unterschiedlich auf die Winkelzüge von Cyberbetrügern, die es auf ihr Geld abgesehen haben. Eine Umfrage unter Internetzusern im Alter zwischen 17 und 74 Jahren aus 28 EU-Ländern hat ergeben, dass die Briten nicht so leichtgläubig sind wie die Franzosen, doch gleichzeitig liegen sie bei der Erkennung von Malware, Phishing oder Datenklau noch hinter den Holländern.

Die Analysten von Eurostat haben solche Vorfälle untersucht, in Folge derer Internetnutzer Geld verloren. Die Studie, die am Tag des sicheren Internets – Safer Internet Day – veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass die Bewohner des Vereinigten Königreichs um ein Drittel bewusster mit dem Internet umgehen als die Franzosen, sie fallen aber doppelt so oft Cyberkriminellen zum Opfer wie die Holländer.

Als uninteressanteste Ziele für Cyberkriminelle erwiesen sich die Tschechen: Insgesamt klagten nur 10% der tschechischen User über Cyberattacken, obwohl es auch durchaus möglich ist, dass die Nutzer schlicht und ergreifend nicht gemerkt haben, dass sie bereits zum Opfer von Online-Betrügern geworden sind. Mazedonien hingegen hat am meisten unter Hackern zu leiden: 71% der User berichteten über Infektionen ihrer Computer.

Die Nutzer der übrigen Länder aus der Liste berichten über einen Rückgang der Infektionen durch Trojaner und Viren gegenüber dem Jahr 2010, als zuletzt eine derartige Untersuchung durchgeführt wurde. Eine besonders große Differenz im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage offenbarte sich bei den Internetusern aus der Slowakei: Dort ging die Zahl der Infektionen um 38% zurück (zum Vergleich: Der britische Cyberspace wurde lediglich um 14% sicherer, in Frankreich stehen die Dinge noch schlechter, hier ging die Zahl der Infektionen nur um 5% zurück). Diese Werte machen es übrigens absolut nachvollziehbar, warum ein Drittel der Franzosen versucht, Einkäufe im Internet zu vermeiden, während es in Großbritannien nur 11% sind.

Quelle: The Register

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