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Bochumer Forscher knacken Funkcodes von Autoschlüsseln

Funkfernbedienungen für Autotüren oder Garagentore sind bequem. Allerings geht die Bequemlichkeit auf Kosten der Sicherheit, wie Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum jetzt nachweisen konnten. Ihnen gelang es, Funkschlüssel zu kopieren – aus 100 Meter Entfernung.

Funkfernbedienungen für Autotüren oder Garagentore sind zwar bequem – häufig aber nicht sicher. Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum gelang es jetzt, eines der weltweit am häufigsten bei Funkschlüsseln verwendeten Codierungssysteme zu knacken. Aus einer Entfernung von 100 Metern ließen sich die Schlüssel so kopieren. „Das Abfangen von nur zwei Nachrichten erlaubt es Unbefugten, einen Schlüssel zu kopieren und sich Zugang zu Auto oder Haus zu verschaffen“, so Christof Paar vom Bochumer Lehrstuhl für Kommunikationssicherheit. Mit einem anderen Angriff konnte den Wissenschaftlern zufolge das Fahrzeug oder die Garage so manipuliert werden, dass die normalen Sender nicht mehr funktionieren und dem rechtmäßigen Besitzer der Zugang verwehrt wird.

Was das Ergebnis besonders problematisch macht, ist die Tatsache, dass das von den Forschern geknackte Chiffriersystem Weltmarktführer bei Garagentüren ist. Mit dem Wissen um die Schwachstellen des Systems könnten sich Verbrecher einfach und unauffällig Zugang zu Häusern verschaffen. Auch von mehreren Autoherstellern wird das System verwendet. Chancen sich vor derartigen Attacken zu schützen, gibt es nach Einschätzung von Paar kaum. Zumindest, wenn es sich um bereits installierte Anlagen handelt – denn eine Nachrüstung sei technisch kaum möglich, so der Forscher. Immerhin, mit den jetzt gesammelten Erkenntnissen sollte es möglich sein, die Software zu überarbeiten und künftige Systeme weniger anfällig zu machen.

Bochumer Forscher knacken Funkcodes von Autoschlüsseln

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