News

Blockieren Patches neue Patches?

Ein Security-Advisory von Microsoft berichtigt die Berichtigung einer Berichtigung. Nun werden Security-Updates wieder ausgeliefert. Mit einem Workaround. Der Patch zum Patch zum Patch soll folgen.

Immer wieder hat Microsoft Probleme mit seinem Patch-Management in Firmennetzen. Denn wer die Windows Server Update Services 3.0 (WSUS) nutzte und zusätzlich Service Pack 1 dazu installiert hat, wurde mit Fehlermeldungen statt Updates beglückt. Nun bahnte sich das Security Advisory dazu seinen Weg von den Admins in die Medien.

Seit dem Juni-Monats-Patch-Paket, das eine revidierte Fassung des Service Pack 1 für Microsoft Office 2003 enthielt, ist das Patch-Management gestört.

Microsoft beschreibt nun in seinem Advisory von vorgestern, wie man das Problem umgehen kann – die endgültige Lösung soll dann aber später folgen.

Microsoft fügt an, dass dies nichts mit der kürzlich ebenfalls gemeldeten Patch-Blockade durch den System Center Configuration Manager (SSCM) zu tun habe – und dass diese ja bereits behoben sei.

Meinung: Langsam blickt Microsoft wohl selbst nicht mehr durch. Also gehen wir das nochmal genau durch: Microsoft SSCM ließ eine Weile auch keine Patches mehr durch. Aber das war ein anderer Fehler als die jetzige Blockade und ist schon gelöst. Was ist jetzt blockiert? Windows generell. Durch das gute alte Office 2003, für das es im Mai noch Sicherheits-Updates gab. Aber nicht im Juni. Da wurde nur eine Revidierung des (im Mai gelieferten) Patches eingespielt. Und seither werden neue Patches, nicht nur für Office, nicht mehr aufgespielt. Und nun sollen wir auf eine weitere Revidierung warten. Aber im Grunde geht das ja nur die Administratoren in Firmennetzen an, die die Kombination aus WSUS und Office 2003 betreiben. Der Rest kann aufatmen. Also Ruhe bwahren!

Ähnliche Beiträge
Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.