Australische Polizei hebt Piratenbande aus

Zwei Männer aus Brisbane sind von der australischen Bundespolizei wegen massiven Verstößen gegen das Urheberrecht festgenommen worden. Das berichtet der Sydney Morning Herald in seiner Online-Ausgabe. Die beiden sollen über eine Download-Seite mehr als zehn Millionen Gigabyte an Filmen und Fernsehmitschnitten verbreitet haben, einen Teil davon gegen Gebühren. Jetzt droht ihnen eine lange Gefängnisstrafe.

Die jeweils 21 und 27 Jahre alten Männer lebten in einem Vorort der Millionenstadt Brisbane. Von dort aus betrieben sie eine äußerst erfolgreiche Torrent-Seite mit mehr als 400.000 Mitgliedern weltweit. Ein kleiner Teil dieser Nutzer war Mitglied in einem speziellen VIP-Programm der Seite, über das sie für eine monatliche Gebühr von umgerechnet fünf Euro exklusiv Inhalte herunterladen konnten. Mehr als zehn Terabyte an geschütztem Material soll so illegal ins Netz gelangt sein.

Beendet wurde das Treiben der Bande, als die australische Bundespolizei AFP auf einen Tipp der Australian Federation of Copyright Theft (AFTAC) hin die Spur von der Torrent-Seite bis zu den beiden Hintermännern zurück verfolgte. Bei einer daraufhin angeordneten Durchsuchung konnten die Beamten drei Computer sowie 1200 DVDs sicherstellen. Außerdem sperrten die Behörden ein Konto der Beschuldigten mit umgerechnet etwa 25.000 Euro – mutmaßliche Profite aus dem illegalen Geschäft.

Mittlerweile sind die Männer gegen Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß. Bei der Hauptverhandlung könnte es dennoch zu einer bösen Überraschung für die Verdächtigen kommen. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von 34.000 Euro.

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