Amerikaner nutzte manipulierten Geldautomaten, wurde stutzig und entlarvte die digitalen Spione

Kriminelle installieren an Geldautomaten im Kartenschlitz ein Magnetspurlesegerät, das die Daten per Funk an einen nahe gelegenen Computer (Laptop) sendet. Eine verdeckt angebrachte Kamera filmt die Eingabe des Pincodes und komplettiert somit die Zutaten für eine gefälschte Bankomatkarte.

Eigens dafür werden moderne Automaten mit speziellen Handabdeckungen, Videokameras, elektronischen Erkennungssystemen von Vorbauten am Kartenschlitz und einigen anderen Sicherheitsfunktionen ausgestattet. Dennoch tappen immer wieder Menschen bei alten Geldmaschinen in die Falle.

Ein Leser des Techblogs Gizmodo wurde kürzlich beinahe Opfer einer Skimming-Attacke. Sein Misstrauen bewahrte ihn aber vor dem finanziellen Schaden.

Sean Seibel war in einer Filiale der Chase Manhattan Bank, als er seine Bankomatkarte in den Automaten schob. Die Maschine gab daraufhin eine Fehlermeldung wieder und verlautbarte, sie könne die Karte nicht lesen. Nach mehrmaligen Versuchen wurde er stutzig und inspizierte den Karteneinschub. Wie sich herausstellte, umhüllte eine gefälschte Plastikabdeckung den Einschub, die Offenbar speziell an die Type angepasst worden war. Er meldete den Vorfall dem Filialleiter und verließ daraufhin die Bank.

Beim Weggehen fiel ihm ein Artikel über Skimming ein und ging zurück, um den Geldautomaten nach einer kleinen Kamera abzusuchen. Wie seine Handyfotos zeigen, fand er den „Spion“ in einem Spiegel, der oberhalb der Tastatur angebracht wurde.

Als Seibel zum zweiten Mal zum Manager ging, um seine Entdeckung mitzuteilen, fragte er den Bankangestellten, ob er den Automaten nicht geprüft hätte. Der Spiegel sei schließlich nur auf diesem einen Automaten installiert worden. Offensichtlich überfordert, bekundete die Bank nachher, man habe es noch nie mit einem derartigen Fall zutun gehabt.

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