Der Sicherheitsexperte David Litchfield hat herausgefunden, dass jede Menge Datenbankserver ungeschützt über das Internet zugänglich sind.
Für seine Untersuchung hat Litchfield eine Millionen nach dem Zufallsprinzip ausgesuchte IP-Adressen daraufhin gescannt, ob man über sie Zugang zu einer Oracle-Datenbank oder zu einem Microsoft-SQL-Server erhält. Das erschreckende Ergebnis: 157 Microsoft-SQL-Server und 53 Oracle-Server waren nicht durch Firewalls geschützt und somit frei zugänglich.
Anschließend rechnete Litchfield diese Zahlen auf die Gesamtzahl aller verfügbaren IP-Adressen hoch und kam auf rund 500.000 Datenbanken, die statistisch gesehen ungeschützt am Netz hängen: rund 368.000 Microsoft-SQL-Server und ungefähr 124.000 Oracle-Maschinen.
Das Fehlen von Firewalls ist nicht das einzige Problem. Vielen Datenbanken fehlen zudem die neuesten Patches. So sind circa vier Prozent der Microsoft-SQL-Datenbanken noch immer anfällig für den bereits 2003 entdeckten SQL-Slammer-Wurm. Bei den Oracle-Datenbanken sind noch bei 13 Prozent alte Versionen im Einsatz, für die es überhaupt keine neuen Patches mehr gibt.