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Abkommen für Buchhandel ein „Trojanisches Pferd“

Die Vereinbarung zwischen Google und den US-Verlegern über die Online-Buchsuche ist aus der Sicht des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels eine Enteignung auf kaltem Weg. „Die Vereinbarung gleicht einem Trojanischen Pferd, mit dem Google antritt, die weltweite Wissens- und Kulturverwaltung zu übernehmen“, sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins. Für Europa könne im Interesse einer kulturellen Vielfalt das amerikanische Modell nicht in Betracht kommen.

Der amerikanische Autorenverband Authors Guild sowie die Association of American Publishers (AAP) hatten ihren über zwei Jahre andauernden Urheberrechtsstreit mit Google am Dienstag mit einer Zahlung von 125 Millionen Dollar beigelegt. Damit wurde der Weg für eine umfassende Online-Suche auch in geschützten Büchern und Texten freigemacht. Google hat bislang rund sieben Millionen Bücher aus den US-Bibliotheken eingescannt.

Google sei es nach der Vereinbarung gestattet, ohne Zustimmung der betroffenen Autoren und anderer Rechteinhaber in Bibliotheken gescannte Werke im Internet öffentlich zugänglich zu machen, kritisierte der Börsenverein. Dies sei eine Enteignung der Urheber auf kaltem Weg.

Die amerikanische Vereinbarung laufe außerdem einer Wirtschaftsordnung nach europäischem Verständnis mit dem Ziel der Vielfalt durch Wettbewerb weitestgehend zuwider. Es bestehe die Gefahr, dass Google künftig die Einkaufswahl der Verbraucher lenken und Einfluss auf die Vertriebshoheit der Verlage nehme.

Google hatte 2004 mit dem Einscannen der Bücher begonnen. Die Buchbranche bremste das Projekt aber 2005 mit Urheberrechtsklagen. Die Einigung soll auch den Weg für den breiteren Online-Verkauf kompletter Bücher öffnen. Die vereinbarten neuen Dienste sollen nur Google-Nutzern aus den USA zugänglich sein.

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