6 Jahre für „pump and dump“-Betrug

In den USA wurde einer der Schlüsselfiguren in einem Fall von Börsenbetrug unter Verwendung automatisierter Spam-Versendungen der Prozess gemacht. Der Kopf einer internationalen Verbrechergruppe, Christopher Rad aus Texas, wurde zu 5 Jahren und 11 Monaten Freiheitsentzug verurteilt.

Laut Ermittlungsergebnissen haben die Betrüger amerikanische Investoren über einen Zeitraum von 18 Monaten ausgeraubt, indem sie sie dazu brachten, nicht liquide Aktien zu kaufen. Die Verbrecher hatten diese Aktien vorher von unbekannten Firmen gekauft, den Preis künstlich in die Höhe getrieben und das Paket dann – bevor der Kurs fiel – mit großem Gewinn verkauft. Diese Spielart des Betruges ist unter der Bezeichnung „pump and dump“ bekannt.

Um eine gesteigerte Nachfrage zu simulieren, hackten die Gauner Broker-Accounts, kauften daraufhin im Namen der Account-Inhaber einen Teil der perspektivlosen Aktien und initiierten einen regen Handel damit. Um die Begrenzung für den Kauf und Verkauf der Wertpapiere aufzuheben, fälschten die Betrüger die Dokumente über den tatsächlichen wirtschaftlichen Zustand der betreffenden Unternehmen. Eine große Rolle bei der Bewerbung dieser Aktien spielten Spam-Versendungen. Gefälschte Erklärungen, die in großer Auflage verbreitet wurden, haben wesentlich dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit potentieller Interessenten auf den künstlich geschaffenen Markt zu lenken und sie von der Perspektive dieser Kapitalanlage zu überzeugen.

Angeheuert wurden die Spammer von einem in Thailand lebenden Landsmann und Altersgenossen Rads – dem bereits bekannten James Bragg. Bragg verfügt aufgrund seiner Zusammenarbeit mit dem Kopf einer ähnlichen Gruppierung, Alan Ralsky, auf diesem Gebiet über einen großen Erfahrungsschatz. Im fernen Russland fanden sich schnell Botmaster und Hacker, die sich gegen die Zahlung einer gewissen Summe bereit erklärten, den ausländischen „Kollegen“ zu helfen. Die von Bragg auf den Weg gebrachten Spam-Bots wurden in den USA, Westeuropa, Russland und anderen Regionen entdeckt. Die Steuerungsserver des Botnetzes befanden sich außerhalb der Vereinigten Staaten, insbesondere in Russland und in China.

Rad kommunizierte mit den Spammern über Skype und bezahlte ihre Dienste mit Hilfe von e-Gold und Überweisungsservices in verschiedenen Ländern. Nach Schätzungen des FBI spülten die Online-Machenschaften mit Wertpapieren den Betrügern um die 2,8 Millionen Dollar in die Kassen. Neben der Gefängnisstrafe wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Dollar verurteilt. Die Höhe der an die Opfer zu zahlenden Entschädigungen wurde noch nicht festgelegt. Bis zu seiner Entlassung in die Freiheit verbringt der Texaner nun 5 Jahre unter Beaufsichtigung.

Die Komplizen von Rad, James Bragg und Doyle Scott Elliott, haben ihre Verbrechen gestanden und erwarten nun das Urteil.

Quelle: Justizministerium der USA

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