25C3: Hacker haben großen Zulauf

Das traditionell zwischen den Jahren in Berlin stattfindende Hackertreffen auf Einladung des Chaos Computer Clubs (CCC) schickt sich an, alle Teilnehmerrekorde zu brechen. Die Dauerkarten für den viertägigen 25. Chaos Communication Congress (25C3) seien bereits am ersten Tag „ausverkauft“ gewesen, erklärte Andy Müller-Maguhn von der Hackervereinigung gegenüber heise online. Es seien bereits rund 4000 Karten am gestrigen Samstag verkauft worden. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2006 pilgerten insgesamt 4200 Freunde der schöpferisch-kritischen Auseinandersetzung mit der digitalen Welt zu der Konferenz, bei der auch der Party-Charakter mit DJs in der Raucherlounge und der „Spaß am Gerät“ allgemein nicht zu kurz kommt. Im vergangenen Jahr zählte der CCC 4013 Kongressbesucher.

Im offiziellen Event-Blog weist der Veranstalter darauf hin, dass nur noch Tagestickets in limitierter Zahl ausgegeben würden. Ausnahmen mache man vor allem bei Besuchern aus dem Ausland oder für alle Interessierten, die bereits im Anmarsch seien. Ansonsten wird auf die Live-Streams von den Vorträgen verwiesen, die Workshops oder andere Besprechungen vor Ort freilich nicht abdecken können.

Das Berliner Congress Center (bcc) am Alexanderplatz, in dem die Hacker seit mehreren Jahren gastieren, platzt derweil aus allen Nähten. Selbst bei den Darbietungen im großen Kuppelsaal des mittlerweile grundsanierten architektonischen Kleinods aus der DDR-Zeit waren am Samstag eine Viertelstunde vor Beginn eines Vortrags keine Sitzplätze mehr zu ergattern. Kongressteilnehmer saßen in allen Zwischenräumen beziehungsweise standen bis auf die Gänge hinaus. Traditionell wenig Luft zum Atmen gibt es in den beiden weiteren kleineren Vortragssälen. Auch das in schummriges Licht getauchte „Hackcenter“ im Untergeschoss ist bis auf den letzten Zentimeter gefüllt.

Blogger aus dem CCC-Umfeld spekulieren bereits darüber, ob der Kongress in den kommenden Jahren im deutlich größeren ICC oder in den Messehallen tanzen müsse. Müller-Maguhn erklärt sich den Ansturm nicht nur mit der wachsenden Popularität von behandelten Themen wie Datenschutz, IT-Sicherheit oder Netz- und Gesellschaftspolitik, sondern auch mit dem Start am Wochenende direkt nach Weihnachten. Dieses werde anscheinend von immer mehr Hackern für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und die Kommunikation unter Gleichgesinnten mithilfe auch von Online-Werkzeugen wie Twitter genutzt.

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