2007 war Viren-Rekordjahr

Monatlich wurden im vergangenen Jahr bis zu 600.000 neue Schädlinge entdeckt.

Nach Aussage von Virenexperten Andreas Marx erreichten die Angriffe auf Computersysteme damit ein bislang unbekanntes Ausmaß. Insgesamt sei die Situation deutlich komplizierter geworden, erklärte der Geschäftsführer der AV-Test GmbH. Noch vor wenigen Jahren seien die Entwickler von Antivirensoftware den Malware-Schreibern schnell auf die Spur gekommen. Heute könnten Gegenmittel mit der Aussendung neuer Viren kaum noch Schritt halten.

Längst sei das Internet dadurch zu einem Betätigungsfeld für organisierte Kriminalität geworden. Die technischen Möglichkeiten der Ermittler seien begrenzt, während auf der anderen Seite eine regelrechte Forschung und Entwicklung betrieben werde. Durch den gezielten Einsatz so entstehender Programme ließen sich Jahr für Jahr steuerfrei Milliardenumsätze erzielen, so Marx. Allein der Handel mit ausspionierten Nummern von Kreditkarten erweise sich auf dem Schwarzen Markt bei einem Stückpreis von bis zu sechs Dollar und einem Volumen von 10.000 Datensätzen je Transaktion als äußerst lukratives Geschäft.

Um diese kriminellen Aktivitäten im Internet bestmöglich betreiben zu können, ist eine ganz neue Computerviren-Generation entstanden. Ihre Signaturen sind immer schwerer auszumachen, die Anwendungen werden ständig optimiert und regelrecht auf Vorrat produziert. Halbwertszeiten von sieben Stunden gehörten zum Alltag.

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