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130.000 Pfund Strafe für den Verkauf von Kundendaten

Laut Beschluss des britischen Information Commissioner’s Office (ICO) wurden die Inhaber einer Online-Apotheke wegen Verletzung des britischen Datenschutzgesetztes (Data Protection Act, DPA) zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt. Das Unternehmen Pharmacy 2U, das zehntausende Datensätze Ihrer Kunden ohne deren Wissen zum Verkauf angeboten hatte, muss nun 130.000 Pfund Sterling in die Staatskasse des Vereinigten Königreichs einzahlen (nach aktuellem Kurs mehr als 180.000 Euro).

Aufgedeckt wurde der Vertrauensmissbrauch an den Kunden von Journalisten der Daily Mail. Die Anzeige von Pharmacy 2U über den Verkauf von Datenbanken mit Angaben von Personen, die an Asthma, Parkinson und Erektionsproblemen leiden, wurde auf der Website eines Anbieters von Adresslisten zu Marketingzwecken gefunden. Die Datenbank der insgesamt mehr als 100.000 potentiellen Empfänger zielgerichteter Werbung wurde nach verschiedenen Kriterien systematisiert und für 130 Pfund je 1000 Einträge unter die Leute gebracht.

Es wurde festgestellt, dass solche Listen von insgesamt mehr als 20.000 Einträgen bereits von Nahrungsergänzungsmittelhändlern erworben wurden, die schon früher der Fälschung von Werbung angeklagt wurden, sowie von australischen Lotterieorganisatoren, gegen die wegen unlauteren Geschäftsgebarens ermittelt wird.

Die von dem ICO durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass Pharmacy 2U seine Käufer nicht darüber informiert hat, dass mit ihren Daten Handel getrieben werden soll, und dass die Informationen zum Kauf angeboten wurden, ohne vorher das Einverständnis der Betroffenen einzuholen. Das Verhalten von Pharmacy 2U wird als Verletzung geltender Gesetze angesehen. ICO-Vertreter wiesen darauf hin, dass erstmals in der Geschichte des DPA eine Geldstrafe für eine Übertretung, wie sie im Paragraph „Verarbeitung von Anwenderdaten“ vorgesehen ist, verhängt wurde.

Quelle: IOC

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