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Zurück von der BlackHat Tokio 2006

5. Oktober 2006, 8.40 Uhr. Ich stehe irgendwo in der Mitte der U-Bahnstation Shinjuku, schaue unbeholfen in das Labyrinth der Über-, Ein- und Ausgänge, die alle vollkommen mit Menschenmassen überflutet waren, und ich suche nach irgendeinem Hinweis in englischer Sprache. In 20 Minuten muss ich im Hotel Keio Plaza sein, wo in diesem Jahr die BlackHat-Konferenz stattfinden sollte.

Meine Annahme bezüglich der Teilnehmer bestätigte sich nicht: anstelle einer Menschenmasse mit schwarzen Hüten fand ich einige Hundert sehr zivilisierte IT-Spezialisten, überwiegend japanische Angestellte, vor. Man sagte mir, dass eine echte Hacker-Atmosphäre besser in Las Vega zu suchen sei, wo Anfang August jedes Jahr die BlackHat stattfindet.

In zwei Säälen wurden Vorträge gehalten. Schade, dass es mich nur einmal dort gab – so konnte ich nur die Hälfte der Präsentationen besuchen. Inhaltlich variierten die Vorträge von informativ-organisatorischen Überblicken bis hin zu tief gehenden technischen Beschreibungen von Fortschritten im Bereich der System-Programmierung. Ein gutes Drittel der Themen war Malware gewidmet. Joanna Rutkowska (invisiblethings.org) stellte ihr bereits bekanntes Rootkit-Konzept vor, welches auf virtueller Technologie basiert und den Schutz-Kernel Microsoft Vista umgeht. Die Präsentation von Darren Bilby von Security-Assessment.com stellte ein weiteres Rootkit-Konzept dar, das die Funktionen täuscht, die nach der Platzierung eines rootkits die hinterlassenen Spuren im System analysieren. Zwei weitere Präsentationen waren dem Phishing und dem Sammeln und automatisierten Analysieren von Viren gewidmet.

Schade, dass in Russland die Teilnahme an derartigen Konferenzen (insbesondere internationalen ) weniger verbreitet ist als in den USA und Europa. Der Besuch dieser Art Konferenzen sollte meiner Ansicht nach zum Pflichtprogramm bei der Ausbildung zum IT-Spezialisten gehören.

Zurück von der BlackHat Tokio 2006

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