News

Virus Angriff auf das US Militär

Ein mit Malware bestückter USB-Stick führte zum bisher größten Datenleck in der Geschichte des US-Militärs. Der Vorfall ereignete sich im Jahr 2008 und markierte einen Wendepunkt in der Sicherheits-Strategie des Pentagon.

Das berichtete der stellvertretende Verteidigungsminister der USA, William J. Lynn, laut dem Magazin ‚CNet‘. Demnach wurde der infizierte USB-Stick in einen Rechner auf einer Militärbasis im Mittleren Osten gesteckt. Von dort aus konnte die Malware vorerst unbemerkt in das Netzwerk des U.S. Central Command vordringen.

Sowohl offene als auch für Geheimhaltungs-Sachen eingesetzte Systeme wurden befallen. Von dort aus begann die Malware Informationen an Server an verschiedenen Standorten im Ausland zu verschicken, berichtete Lynn. Unter den Daten befanden sich demnach auch Dokumente mit Operations-Plänen der US-Armeen.

Lynn ist sich sicher, dass es sich dabei nicht um ein zufälliges Ereignis handelte. Er ist davon überzeugt, dass die Malware von einem ausländischen Geheimdienst gezielt einem US-Soldaten zugespielt wurde, damit dieser sie – womöglich sogar ohne sein Wissen – in das Militär-Netzwerk einzuschleusen.

Das Pentagon reagierte auf den Vorfall mit der „Operation Buckshot Yankee“. Im Zuge dessen wurde das IT-Sicherheitskonzept der Streitkräfte weitgehend umgekrempelt und deutlich verschärft. Auch das Bewusstsein der Militärs für Probleme dieser Art konnte dabei gesteigert werden, hieß es.

Für die Sicherheits-Experten des Pentagon bleibt die IT-Sicherheit trotzdem eine sehr hohe Herausforderung. Immerhin besteht allein der Kommunikations-Backbone des Militärs weltweit aus 15.000 separaten Netzwerken mit rund 7 Millionen angeschlossenen Computing-Systemen verschiedenster Art.

Virus Angriff auf das US Militär

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach