News

Twittern kann gefährlich sein

Es hat den Anschein, dass Twitter in einigen Ländern nicht uneingeschränkt genutzt werden kann, um seine Gedanken anderen mitzuteilen. Der Guatemalteke Jean Anleu hat via Twitter seiner Wut über die grassierende Korruption in seinem Land Ausdruck verliehen und ist nun vermutlich weltweit einer der ersten Menschen dem wegen eines Tweets eine Gefängnisstrafe droht.

Jean Anleu hat unter seinem Internet-Pseudonym jeanfer Menschen dazu aufgefordert ihr Kapital von der in einen politischen Skandal verwickelten guatemaltekischen Bank für landwirtschaftliche Entwicklung (Banrural) abzuheben. Nun drohen ihm vermutlich wegen dieser lediglich 96 Zeichen langen Nachricht einige Jahre Haft. Jean Anleu wird vorgeworfen, er habe mit dem Tweet das Vertrauen in das Bankensystem erschüttert.

Anleu Tweet lautet wörtlich:“Die erste konkrete Aktion sollte es sein, Geld von der Banrural abzuziehen und die Bank der Korrupten bankrott gehen zu lassen.“ Es scheint, dass die wenigen Zeichen von Jean Anleu für ein Nachspiel vor Gericht genügen. Es heißt, dass Staatsanwalt Genaro Pacheco Jean Anleu vorwirft, er habe mit diesen Worten das öffentliche Vertrauen in das Bankensystem Guatemalas versucht zu untergraben.

Weiter heißt es, dass es den Behörden gelungen sei, den Nachweis zu erbringen, dass Jean Anleu diesen, für ihn schicksalhaften Twett, aus seiner Wohnung in Guatemala-Stadt verschickt hat. Kurz nachdem er den Twitter-Eintrag geschrieben hatte, saß er zum ersten mal mit Kidnappern, Erpressern und anderen Kriminellen gemeinsam im Gefängnis. Nach Zahlung einer Kaution kam Anleu nach eineinhalb Tage erstmal wieder frei.

Von seinem Anwalt Jose Toledo ist die Befürchtung zu hören, dass die Regierung mit dem Verfahren gegen Jean Anleu ein Exempel statuieren will. Es heißt, er befürchtet dass die Regierung mit der Nachricht von Jean Anleu ein abschreckendes Beispiel demonstrieren will. „Die Botschaft ist doch klar: passt auf, wenn ihr Nachrichten verbreiten wollt. Das kann jedem von euch passieren. Es ist eine Abschreckungsmaßnahme.“

Twittern kann gefährlich sein

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach