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Trojanerbaukasten mit Rund-um-die-Uhr-Support und Austausch-Service

Von solch einem Support kann der normale Anwender nur träumen: Rund-um-die-Uhr-Online-Support, 6 Monate lang Softwareersatz, so oft man will. Die Entwickler des Trojanerbaukastens Turkojan bieten ihren Kunden einiges, um sie zufriedenzustellen. In der Gold Edition hat der Kunde laut Preisliste innerhalb von sechs Monaten beliebig oft Anspruch auf eine Ersatzversion des Toolkits, sobald ein Virenscanner einen von ihm gebauten Trojaner erkennt. Daneben wartet die 249 US-Dollar kostende Gold Edition mit zahlreichen Funktionen auf, die weit über das hinausgehen, was man früher von solchen Baukästen gewohnt war: Videostreaming über eine Webcam, Audiostreaming über ein am PC angeschlossenes Mikrofon und Realtime-Screen-Viewing, um jede Aktion auf einem infizierten System verfolgen zu können. Dass ein mit Turkojan 4.0 erstellter Trojaner daneben auch Passwörter ausspähen kann und Tastatureingaben mitliest, muss man da kaum noch erwähnen.

Der Hersteller von Antivirensoftware Panda hat in seinem Blog einen Screenshots und das Werbebanner für die Bronze-, Silver- und Gold-Edition der Schadsoftware veröffentlicht. Einmal mehr zeigt sich, wie die Malware-Branche mittlerweile tickt: Man verdient Geld mit dem Bereitstellen von Software und der Dienstleistung drumherum, mit Kreditkartenklau, Phishing und anderen Angriffen will man dann nichts mehr zu tun haben. Das von vielen Sicherheitsspezialisten prophezeite Geschäftsmodell „Malware as a Service“ – bei dem sogar der Webspace zum Zwischenlagern der gestohlenen Daten vermietet wird – scheint sich zu bewahrheiten.

Um andere Leute auszuspionieren und ihnen ihre Daten zu stehlen, bedarf es so mittlerweile keiner Fachkenntnis mehr – man hat ja einen kurzen Draht zu seinem Malware-Provider, wenn es mal hakt. Bleibt zu hoffen, dass dieses Modell keine Schule machen wird.

Trojanerbaukasten mit Rund-um-die-Uhr-Support und Austausch-Service

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Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

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Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

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2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

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