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Trojaner hebelt cloud-basierte Virenscanner aus

Der vorwiegend in China verbreitete Trojaner Bohu hebelt Antivirenlösungen aus, die zur Einschätzung des Risikos einer Datei einen Server in der Cloud befragen. Das berichtet Microsofts Malware Protection Center. Bohu geht dabei auf verschiedenen Wegen vor, um einer Erkennung zu entgehen.

Laut Bericht hängt Bohu an seine eigenen Dateien zufällige Daten, um einer Erkennung auf Basis von Hash-Werten zu entgehen. Cloud-Scanner senden den eindeutigen Hash-Wert einer Datei an den Server, um zu ermitteln, ob für diese Datei bereits Informationen vorliegen. Die zufälligen Daten führen aber zu einem neuen Hash-Wert, sodass die Datei vom Server in der Regel als bislang unbekannt eingestuft wird.

Zusätzlich versucht Bohu, den Datenstrom zwischen Scanner und der Cloud zu stören. Dazu installiert er über das „Windows Sockets Service Provider Interface“ (Winsock SPI) einen Filter und zudem einen NDIS-Treiber, der laut Microsoft im Netzwerkstrom beziehungsweise in HTTP-Requests nach bestimmten Schlüsselwörter und Serveradressen sucht und bei einem Treffer das Hochladen der Daten an den Server blockiert.

Bohu versucht aber offensichtlich nur, Verbindungen von Cloud-Scannern der populären chinesischen Hersteller Kingsoft, Rising und Qihoo zu stören. Bohu kommt als Videocodec getarnt auf den Rechner und installiert weitere Dateien. Allerdings ist Microsofts Bericht und den Beschreibungen des Schädlings nicht zu entnehmen, ob der Trojaner neben der Blockadefunktion noch Spionagefunktionen oder Ähnliches in sich trägt.

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