Trügerische Gefühle

Onlinebanking und Sicherheit scheinen sich nur zaghaft näher zu kommen.
Auch wenn mehr und mehr Banken Ihre Fühler Richtung „HBCI“ (Pin-Eingabe in externe Tastatur, teilweise auch mit eigenem Display) ausstrecken, schrecken die Investitionskosten für die benötigte Hardware (zwischen 70 und 170 EUR) hierzulande viele Kunden ab.

Interessant sind die daraus hervorgehenden Rückschlüsse einer bekannten britischen Bank. Wie jüngst zu lesen war, wird das verhaltene Echo auf zusätzliche Eingabegeräte so gedeutet, dass sich die Kunden offenbar sicher genug fühlen und damit auch kein Bedarf an Extra-Hardware besteht. Doch auch wenn die Bank das „Gefühl“ hat, Ihre Kunden wären mit der jetzigen Situation rundum glücklich, sollte hier mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Sonst geht es den (noch) glücklichen Kunden vielleicht schon bald wie der Dame, die uns kürzlich um Hilfe bat, nachdem der Virenschutz eines Mitbewerbers versagt und ein Trojaner rund 5000 EUR von Ihrem Konto erbeutet hat. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt, weil der Angriff nur bis zu einem Universitätsrechner zurückverfolgt werden konnte. Ihre Bank versucht unterdessen seit über einem Monat die Verantwortung auf die verzweifelte Kundin zu schieben, die gehofft hatte, sich dank Virenschutz und PIN/ TAN keine größeren Sorgen machen zu müssen…

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