Thailand: Lieferstopp für GTA IV nach Taxifahrer-Tod

Ein Distributor von Video-Spielen in Thailand hat den Vertrieb von „Grand Theft Auto: IV“ (GTA4) eingestellt. Zuvor hatte ein Jugendlicher einen Raub und einen Mord begangen und sich dabei offenbar an dem Spiel orientiert.

Die Polizei nahm den 18-jährigen Schüler fest, nachdem dieser ein Taxi stehlen wollte und dabei den sich wehrenden 54-jährigen Fahrer umbrachte. Gegenüber der Polizei gab der Täter an, dass er prüfen wollte, ob sich in der Realität ebenso leicht ein Fahrzeug entwenden lässt, wie in dem Computerspiel.

Der Distributor New Era Interactive (NEI) stoppte daraufhin vorerst die Auslieferung von GTA4. Seine Partner im Einzelhandel forderte das Unternehmen auf, die Produkte ebenfalls aus den Regalen zu nehmen.

Zuvor hatten die Behörden den Vorfall bereits zum Anlass genommen, Stimmung gegen Spiele mit Gewaltdarstellungen zu machen. „Diese Zeitbombe ist hochgegangen und es kann noch schlimmer werden“, sagte Ladda Thangsupachai, Direktor des Zentrums für Kulturaufsicht.

Auch in den USA hatte es bereits einen ähnlichen Zwischenfall gegeben. Fünf Jugendliche nahmen sich im Juni den GTA4-Charakter Niko Bellic zum Vorbild, schlugen einen Mann nieder, entwendeten sein Auto und zerstörten dieses anschließend.

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