Stammgast in Carder-Foren zu 6 Jahren verurteilt

Das Bezirksgericht von New York hat Justin Mills zu sieben Jahren Freiheitsentzug wegen Handels mit gestohlenen Kreditkarteninformationen verurteilt.

Der Gerichtsprozess gegen Mills wurde aufgrund von Ermittlungsmaßnahmen angestrengt, die auf Initiative des FBI in 13 Ländern durchgeführt wurden. Die internationale Ermittlung wurde als Operation „Card Shop“ bekannt. Im Juni 2010 gründeten Undercover-Bundesagenten das Forum Carder Profit, um auf diesem Weg die Player auf dem Carder-Markt zu identifizieren und den Handel mit Kreditkartendaten im Netz einzudämmen. Die Falle für die Carder wurde mit Mechanismen zur Überwachung und Aufzeichnung der Diskussionen in einzelnen Threads, zur Zensur der privaten Korrespondenz und Feststellung der IP-Adressen ausgestattet, von denen aus die Teilnehmer des Forums die Website besuchten. Im Laufe der Operation setzten sich die Bundesagenten mehr als einmal mit Regierungs- und Finanzorganisationen sowie mit Kontoinhabern in Verbindung, um sie über nicht autorisierten Zugriff und Datenlecks zu informieren.

Die Köder-Website des FBI wurde im Mai vergangenen Jahres deaktiviert. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse wurden 30 Festnahmen durchgeführt. Mills wurde im Juni 2012 verhaftet. Wie sich herausstellte, hatte er Registrierungsdaten mit Hilfe von Schadprogrammen gestohlen. Die von einem Computerschädling gesammelten Informationen nutzte der Carder, um Einkäufe im Internet zu bezahlen, oder aber er verkaufte die Daten – allein auf Carder Profit bot er mehr als 100.000 Accounts für Online-Services, darunter Amazon, Facebook und Ebay, zum Verkauf an. Bei einer Durchsuchung bei Mills wurde Registrierungsdaten zu 15.000 PayPal-Accounts gefunden.

Nach Haftentlassung wird der Verurteilte weitere drei Jahre unter Aufsicht verbringen. Zudem muss er 50.000 Dollar als Opferentschädigung zahlen.

Quelle: US-Justizministerium

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