Spam im Oktober / November 2006

Besonderheiten des Monats

Ende November wurde eine allmähliche Erhöhung des Spam-Anteils am gesamten E-Mail-Umfang festgestellt – bis zu 85 bzw. 80 % der gesamten Post. Der höchste Wert wurde mit 91,4 % Spam registriert.

Der Anteil von Spam mit grafischen Einlagen erhöhte sich im November um das 3-4fache im Vergleich zu Ende August / Anfang September. Der maximale Anteil derartigen Spams betrug 49% des gesamten Spams, der von „Kaspersky Lab“ analysiert wurde. Dieser Wert wurde im Zeitraum vom 10.11. – 16.11.2006 fixiert.

Im Oktober – November wuchs die Anzahl von Spam, der mit den bevorstehenden Neujahrsfeierlichkeiten verbunden war. Einheimische Spammer schlagen als Geschenk Tomahawks und Auftritte russischer Schlagerstars vor.

Der Spam-Anteil in der Post

Der Spam-Anteil im Oktober / November 2006 bewegte sich – wie auch zu Beginn des Herbstes –zwischen 70 % und 80 % des gesamten E-Mail-Verkehrs.

Einige „Spitzen“, die den Schwellwert von 80 % überschritten, waren durch besonders massenhafte Spam-Angriffe bedingt. Im Wesentlichen waren das die Spitzen der Sendungen mit Aktienwerbung („Finanz“-Spam). In der Grafik ist gut erkennbar, dass es im Oktober / November zwei bemerkbare „Ausschläge“ Ende November und zwei kleinere Ende Oktober gab.

Die höchsten Werte des Spam-Anteils – 85 % und 91 % aller E-Mails – wurden am 19.11. bzw. 26.11.2006 festgestellt. Der geringste Wert des Spam-Anteils mit 67 % des gesamten E-Mail-Umfangs wurde am 09.Oktober erreicht.

Thematische Spam-Verteilung

Die thematischen Spitzenreiter von Spam blieben unverändert, wechselten jedoch die Position.

Jetzt sieht das Dreiergespann der führenden Spam-Kategorien folgendermaßen aus:

  1. Bildungsdienstleistungen – 15,9%(+ 1,2 % im Vgl. zu Sept.)
  2. Persönliche Finanzen – 12,9 % (- 0,8 % im Vgl. zu Sept.)
  3. Medikamente, Waren und Dienstleistungen für die Gesundheit – 11,7 % (- 7,8 % im Vgl. zu Sept.)

Um 2 % erhöhte sich der Anteil der Themenkategorie „Erholung und Reisen“ (10,1 %), die sich derzeit aktiv mit Spam füllt, der mit den bevorstehenden Neujahrsfeierlichkeiten verbunden ist.

Hurra, bald ist Neujahr!

Mithilfe von Spam versucht man uns „heiße“ Silvesterreisen zu verkaufen, bei der Organisation eines korporativen Feiertages zu helfen und Neujahrsgeschenke mit Firmensymbolik zu bestellen. Vieles von dem, was auf den ersten Blick kaum mit Neujahr und Weihnachten zu verbinden ist, verkauft man jetzt auch unter dem Deckmäntelchen der kommenden Feiertage. So z.B. das Training „Sein eigener Künstler sein“. Auf den ersten Blick fragt man sich, was hat das mit Neujahr zu tun? Die Spammer jedoch haben eine Verbindung gefunden: „die frische Idee eines Neujahrsgeschenkes“ – so schreiben sie – „für Firmen mit neuem Denken und großem Potenzial“. Sollen sich doch die Mitarbeiter als Geschenk selbst malen – eine super Idee! Oder der Spam mit dem vielverheißenden Thema „Neujahr im neuen Heim“. Natürlich ist dies Werbung einer Rielter-Agentur.

In den Listen möglicher Neujahrsgeschenke sind schon die den Nutzern elektronischer Post gut bekannten Angebote von Repliken berühmter Uhrenmarken und von Feuerwerken enthalten, Verkäufer von Stammbäumen und „der Geschichte der familiären Abstammung“. Die Verkäufer von Blumen und schwarzem Kaviar wurden aktiv. Die Angebote „ewig leuchtender“ Taschenlampen und von Armbrüsten verspäteten sich bis jetzt. Wahrscheinlich werden sie das Versäumte im Dezember nachholen, oder die Auftraggeber dieser Werbung beschlossen, zu zivilisierteren und gesetzlich geregelten Formen von Werbung überzugehen. Eine der Spam-Neuheiten sind solche Geschenkvarianten wie Tomahawk und Bumerang.

Mithilfe von Spam versucht man auch Schlagersternchen „zu verkaufen“, genauer gesagt – ihre Auftritte. Am billigsten von allen bewerteten die Spammer die Solisten der „Fabrika swjosd 5“ („Star-Fabrik 5“) (1.500 $ pro Auftritt), am teuersten – Alla Pugatschowa, Werka Serdjutschka, Philipp Kirkorov und Sofia Rotara (bis zu 30.000 $ pro Auftritt).

Im Übrigen ist schwer einzuschätzen, was sich genau hinter den Angeboten verbirgt, die anonym im Spam verbreitet werden. Man sollte sich nicht wundern, wenn im Endeffekt die Rede von „Doppelgängern“ bekannter Künstler oder anderen zweifelhaften Gruppen ist, oder wenn die Auftritte selbst in Frage gestellt werden.

Spammeranwendungen und-methoden

Das Auftreten von Spam mit grafischem Inhalt setzt sich fort. Nach Angaben von „Kaspersky Lab“ wuchs im Verlaufe des gesamten Herbstes der Anteil derartigen Spams beharrlich weiter.

Mitte November wurde das Maximum der Aktivität derartiger Spam-Sendungen erreicht, danach begann sich ihr Anteil zu verringern. Der maximale Wert betrug 49 % vom gesamten Spam. Diese Größe wurde im Zeitraum vom 10.11.-16.11.2006 registriert.

Der November endete mit Werten um die 30% Spam mit grafischen Einlagen. Der am stärksten bemerkbare Spam mit grafischen Inhalten war ein Massen-Spam mit Aktienwerbung verschiedener Unternehmen („Finanz“-Spam), jedoch trägt nicht nur er grafische Einlagen.

Grafische Inhalte werden in verschiedenen Arten von Spam-Sendungen genutzt, aber viele von diesen Sendungen stellen für Spam-Filter keinerlei Problem dar, deshalb können Nutzer elektronischer Post sie auch überhaupt nicht bemerken.

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