Spam im I. Quartal 2007

Grundtendenzen

  1. Der Spam-Anteil im Runet blieb stabil: 70 – 80 % der gesamten Post.
  2. Der Anteil der Thematik ‚Persönliche Finanzen‘ verringerte sich.
  3. Es wurde eine Tendenz der Verringerung des Anteils ‚grafischen‘ Spams festgestellt.

Spam-Anteil in der Post

Im ersten Quartal 2007 blieb der Spam-Anteil im Runet stabil und betrug zwischen 70 und 80 % des gesamten E-Mail-Umfangs. Der niedrigste Spam-Wert wurde am 07. Februar mit 69,8 % registriert, der höchste Wert am 11. Februar mit 86 %.

Die ersten drei Monate des Jahres 2007 zeigten, dass die saisonalen Schwankungen des Spam-Anteils, die durch den Werbecharakter der Sendungen bedingt sind, sich allmählich ‚angleichen‘ und irgendwann der Vergangenheit angehören werden. Im ersten Quartal 2007 wurden weder ernsthafte ‚Abstürze‘ des Spam-Anteils während der Feiertage im Januar bzw. im Frühling (8. März) beobachtet, noch ein sprunghafter Anstieg des Spam-Anteils unmittelbar vor den Feiertagen, wie es in der Vergangenheit typisch war. Die Ursache dieser Ausgeglichenheit liegt im sich ändernden Charakter von Spam. Ein immer größerer Teil kriminalisiert sich und weicht vom traditionellen Werbegenre ab. Kriminalisierter Spam aber ist den Gesetzen des Werbemarktes nicht unterworfen und erleidet praktisch keine Schwankungen, die von Angebot und Nachfrage in diesem oder jenem Zeitraum abhängen.

Die thematische Zusammensetzung von Spam

Im ersten Quartal 2007 stellt sich die Zusammensetzung der thematischen Spitzenreiter im Spam folgendermaßen dar:

  1. ‚Bildung‘ (15,2 % des gesamten Spam).
  2. ‚Medikamente; Waren und Dienstleistungen für die Gesundheit‘ (14,0 %)
  3. ‚Persönliche Finanzen‘ (10,7 %)
  4. ‚Elektronische Werbedienstleistungen‘ (9,0 %), ‚Computer und Internet‘ (9,0 %)

In der Statistik des Runet tragen Sendungen der Thematik ‚Bildung‘ (15,2 %) den höchsten Anteil am Spam. Der Spam-Anteil dieser Thematik wuchs im Verlaufe der drei Monate an (Januar – 10,3 %; Februar – 16,2 %; März – 18,6 %), damit wurde diese Thematik nach den Quartalsergebnissen zum Spitzenreiter. Spam der Thematik ‚Bildung‘ – das sind Angebote zum Kauf von Diplomen / Attestaten, Werbung für Seminare, Trainings und Kurse.

Im ersten Quartal 2007 waren die populärsten Themen für Trainings und Seminare: die Rechnungslegung, die Steuererklärung, die Überprüfung der steuerlichen ‚Sauberkeit‘ und andere Themen, die mit der Rechnungslegung von Unternehmen und Organisationen verbunden sind.

Traditionell hoch ist der Anteil von Spam der Thematik ‚Medikamente; Waren und Dienstleistungen für die Gesundheit‘ – Werbung für billige Medikamente (Viagra, Cyalis u.a.), die sich als aggressiver und massenhafter Versand unter Nutzung grafischer Technologien darstellt.

Den vierten Platz teilen sich gleich zwei Themenkategorien. Wie zuvor sind hohe Werte der Thematik ‚Elektronische Werbedienstleistungen‘ ein Zeichen dafür, dass Spammer weiterhin neue Kunden suchen.

Der Spam-Anteil der Thematik ‚Persönliche Finanzen‘ verringerte sich von 13,3 % im Januar auf 6,9 % im März.

Wir erinnern daran, dass Spam dieser Thematik hauptsächlich zur Schaffung einer künstlichen Nachfrage nach beworbenen Aktien genutzt wird durch die Realisierung eines Schemas ‚Aufblasen und Ablassen‘, und zum größten Teil durch E-Mails mit grafischen Inhalten repräsentiert wird. Ursache für den Absturz des Anteils von ‚Finanz-Spam‘ ist die Senkung seiner Effektivität, die einerseits durch die Sättigung der Nachfrage seitens der Nutzer bedingt ist, und andererseits durch das erfolgreiche Filtern ‚grafischen‘ Spams durch die Spam-Filter verschiedener Hersteller (näheres siehe Bericht vom März 2007

Thematische Besonderheiten des 1. Quartals 2007

Im ersten Quartal 2007 wurde russischsprachiger Spam der Thematik ‚Makler‘ (Angebote von Rielter-Dienstleistungen, Angebote zur Vermietung / Anmietung von Wohnungen u.a.m.) aktiviert. Spam dieses Inhalts ist typisch gerade für das Runet und bereits seit geraumer Zeit unter anderen Spam-Arten zu finden. Doch erst in der letzten Zeit nahm Werbung, die mit Immobilien verbunden ist, einen stabilen Anteil an den Strömen der ‚Müllpost‘ ein (ungefähr 2-4 %). Näheres dazu im März-Bericht 2007

Es wurden Veränderungen in der Werbung für eigentliche Spammer-Dienstleistungen beobachtet. Spammer bieten jetzt Spam-Versand auch über spezielle Datenbanken an (z.B. auf der Grundlage von Adressen ‚geschäftliches Moskau‘, eine Adressdatenbank physischer und juristischer Personen). Der größte Umfang angebotener Adressdatenbanken im Runet (allgemein) beträgt mehr als 14 Mio Adressen.

Die Auswahl der Adressen und die Vorbereitung der Adressdatenbanken ist offensichtlich einem gesonderten Bereich des Spam-Business zugeordnet worden. Die Datenbanken sammeln und verkaufen unabhängig von der Durchführung des Spam-Versandes. Im ersten Quartal 2007 entdeckten die Spam-Analytiker ein Angebot zur Vorbereitung einer speziellen Adressdatenbank für den Spam-Versand – ‚Wir sammeln für Sie im Netz Daten Ihrer potenziellen Kunden‘ – unter Berücksichtigung des Tätigkeitsbereiches der Unternehmer und den Plätzen, wo sich potenzielle Kunden aufhalten können (d.h., der Besteller kann eine Liste spezieller Foren angeben, aus denen Adressen gesammelt werden sollen).

Darüber hinaus wurde im ersten Quartal 2007 ein Versuch des Phishings in Bezug auf die Russische Bank registriert. Das ist eine Seltenheit, weil gewöhnlich westliche Banken zur Zielscheibe der Phishings werden, die über eine große Anzahl von Kunden verfügen, welche wiederum den Online-Kontozugang nutzen. Zielscheibe des Angriffs, der in den letzten Februartagen 2007 erfolgte, wurde die Alfa-Bank. Die Phishinger kopierten im Prinzip eine neue Mitteilung der Alfa-Bank über die Verstärkung des Sicherheitssystems. Der Link, der im Korpus der Phishing-Mail enthalten war, sollte den Nutzer nur auf den ersten Blick auf die Webseite der Alfa-Bank führen. In Wirklichkeit führte sie jedoch auf die Seite der Übeltäter (in der Domäne :co.kr), wo der Nutzer darum gebeten wurde, seine Daten einzutragen. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass die Alfa-Bank operativ auf diese Betrugsversuche reagierte und auf der eigenen Seite eine Warnung für die Nutzer etablierte: http://www.alfabank.ru/press/news/2007/2/26/2.html.

Anwendungen und Methoden der Spammer

Im ersten Quartal 2007 unternahmen die Spammer erneut einige Versuche, die Technologie der Generierung grafischer Einlagen im Spam (Spam in ‚Bildern‘) zu erneuern. Teilweise versuchten sie im Februar die Technik der animierten Grafik zu reanimieren.

Darüber hinaus wurden auch andere Anwendungen ausprobiert, teilweise versuchten die Spammer verschiedene, nicht so verbreitete Schriften zu nutzen:

Trotzdem brachten diese Versuche, grafischen Spam verschiedenartig darzustellen, den Spammern nicht den Erfolg, und der Anteil von Spam mit grafischen Inhalten begann allmählich zu sinken. Im Januar betrug der Anteil derartigen Spams 33 % des gesamten Spam, doch bereits im Februar sank der Wert auf 27,4 %, und im März auf 25,7 %.

Inhaltlich gesehen enthält moderner ‚grafischer‘ Spam, in dem Animation oder spezielle Anwendungen zur Hervorhebung des Backrounds genutzt werden, vor allem Angebote von Medikamenten und Software oder preist Aktien an. Im Allgemeinen ist dieser Spam englischsprachig, obwohl auch Ausnahmen existieren. So z.B. enthält der russische Spam, der Dienstleistungen zum Aufbau von Computern und Einrichten von Programmen bewirbt, einen animierten gif mit gelegentlichen Geräuschen im Hintergrund des informativen Bildes:



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