Spam im Februar 2007

Besonderheiten des Monats

  1. Spam beträgt nach wie vor 70 – 80 % der gesamten Post des Runets.
  2. Grafischer Spam hält seine Position: im Februar betrug sein Anteil 27,4 % vom gesamten Spam
  3. Der zweite Versuch animierten Spams: jetzt mit Umdrehen von Bildfragmenten
  4. Der Anteil von Spam der Thematik „Bildung“ (Trainings, Seminare) stieg um das Anderthalbfache im Vergleich zu Januar 2007
  5. Im Februar füllte Spam mit Preisangaben für Auftritte von Schlagersternchen die Postkästen der Runet-Nutzer.

Spam-Anteil in der Post

Im Februar entsprach der Anteil von Spam an den E-Mail-Strömen vollständig den Erwartungen und Prognosen der Experten von „Kaspersky Lab“. Spam beträgt 70 – 80 % des gesamten E-Mail-Umfangs und das bedeutet, dass wie im vergangenen Jahr unter 10 E-Mails 7 – 8 Spam-Mitteilungen waren.

Der höchste Wert des Spam-Anteils – 86,8 % der gesamten Post – wurde am 11. Februar registriert; der niedrigste Wert mit 69,8 % der gesamten Post am 7. Februar.

Die thematische Zusammensetzung von Spam

Im Februar änderte sich die Zusammensetzung der führenden Themengruppen nicht, obwohl sie die Plätze tauschten:

  1. „Bildung“ – 16,2 % (3. Platz im Januar)
  2. „Medikamente; Waren und Dienstleistungen für die Gesundheit“ – 13,9 % (im Januar ebenfalls der 2. Platz)
  3. Persönliche Finanzen – 13,3 % (1. Platz im Januar)).
  4. Computer und Internet – 9,2 % (5. Platz im Januar)
  5. „Elektronische Werbedienstleistungen“ – 8,9 % (2. Platz im Januar gemeinsam mit der Themengruppe „Medikamente; Waren und Dienstleistungen für die Gesundheit)

Im Vergleich zu Januar 2007 erhöhte sich der Anteil der Thematik „Bildung“. Die Spammer suchen neue Kunden. Die populärsten Themen für Trainings und Seminare waren: die Rechnungslegung, die Steuererklärung, die Überprüfung der steuerlichen „Sauberkeit“ und andere Themen, die mit der Rechnungslegung von Unternehmen und Organisationen verbunden sind.

Der Anteil von Spam der Thematik „Computerbetrug“ hat sich fast um die Hälfte reduziert. Die Spam-Betrüger haben anscheinend bei unvorsichtigen Nutzern reiche Ernte eingefahren und gönnen sich eine kleine Verschnaufpause.

Feiertagsspam

Der Februar setzte die Reihe der Feiertage fort: Valentinstag und der Tag des Vaterlandsverteidigers ziehen als Werbeanlass die Aufmerksamkeit der Spammer auf sich. Auch der 8. März lässt nicht lange auf sich warten.

Im Spam bildete sich ein besonderer Kreis von Werbeangeboten zu den Feiertagen heraus. Nicht zum ersten Mal bieten die Spammer den Männern Armbrüste und Nachtsichtgläser an, den Frauen aber Bettwäsche und Blumen. Geschenke, die an das Sortiment „Geschäfte vom Sofa aus“ erinnern, passen nach Ansicht der Spammer zu Personen beiderlei Geschlechts: wasserdichtes Duschradio, Talisman, lustige Scherzartikel.

Sterne zum Verkauf

Den ganzen Februar über bewarben die Spammer beharrlich die russischen Sternchen der Volkskunst und des Theaters. Reichtum und Vielfalt dieser Angebote verwundert. Hunderttausende Nutzer erhielten im Verlaufe des Monats eine Vielzahl von Spams mit so schreienden Schlagzeilen „Bewertungen der Schlagerstars“, „Sterne des Moskauer Staatstheaters Lenkom“ u.a., aber auch mit einfacheren Betreffs „Grafik der Gastspiele“ oder ganz simpel „Preise für Schauspieler“. Nachfolgend ist ein Fragment eines derartigen Spams dargestellt.


Orientierungshonorare für die Auftritte von russischen
Volkskunststernchen

In der angegebenen Preisliste sind Moskauer Tarife dargestellt

Die Preise variieren in Abhängigkeit von Datum, Format der
Veranstaltung, Stadt und Auftrittsort, aber auch von der Beschäftigung des
Schauspielers zum gegebenen Zeitpunkt.

Eine vollständige Information über den Darsteller können Sie erhalten unter: (495) xxx-xx-xx, …



Es ist nicht bekannt, wie viele Nutzer versuchen, nach einer solchen Spam-Mitteilung den Auftritt populärer Schauspieler zu buchen, und wer dann tatsächlich zum Auftritt kommt (und ob überhaupt jemand kommt).

Anwendungen und Methoden der Spammer

Im Februar betrug der Spam-Anteil mit grafischen Inhalten 27,4 % des gesamten Spams, das ist etwas weniger, als im vorangegangenen Monat. Ob man diese Verringerung als Tendenz bezeichnen kann, wird der März zeigen, noch ist es zu früh, Schlüsse zu ziehen.

Unerwartet versuchten die Spammer die Technik der animierten Grafik wiederzubeleben, die von ihnen Ende November letzten Jahres praktisch verworfen wurde. Die neue Spielart der Animation unterscheidet sich dadurch, dass das „Ausgangsbild“ in Fragmente zerschlagen wurde und jedes dieser Fragmente unter verschiedenen Ecken abgelegt wurde.

Unten sind einzelne Bilder der Animation aus dieser Spam-Sendung angeführt:

Als Ergebnis konnte der Nutzer in der Mitteilung ungefähr folgendes erkennen:

Wie schon viele andere Versuche abwechslungsreicher Gestaltung „grafischer“ Technologien so wird auch dieser Versuch wohl kaum Erfolg haben und den Spammern helfen, den Schutz der Spam-Filter zu zerschlagen.

Eher bleibt auch dies ein einzelnes Experiment, das keine wesentlichen Fortsetzungen haben wird. Die Sache besteht darin, dass bei der Nutzung dieser und analoger Anwendungen die Werbung praktisch unlesbar wird. Folglich wird ihr Versand nicht gekauft

Für das Spam-Business ist eine solche Situation kaum annehmbar, sodass sich die Anti-Spammer auf Folgeschritte einstellen müssen, die sich die Spammer ausdenken, dann aber schon in andere Richtungen.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.