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Solutionary: USA in punkto schädliches Hosting weltweiter Spitzenreiter

Das auf Cloud-Schutz spezialisierte Unternehmen Solutionary (jetzt zur japanischen NTT-Gruppe gehörend) hat einen Bericht über Internet-Bedrohungen veröffentlicht, basierend auf den Ergebnissen des zweiten Quartals 2014. Mehr als die Hälfte der Schadprogramme, die die Experten im Untersuchungszeitraum registrierten, wurde auf amerikanischen Ressourcen entdeckt, wobei sich 41% auf Amazon-Websites befanden.

Wie immer präsentierte Solutionary in seinem Quartalsbericht auch die ТOP 10 der Malware-Hoster; das jüngste Rating wurde auf der Grundlage von Vergleichsergebnissen von über 21.000 Internet- und Hosting-Providern zusammengestellt.

Die unehrenhafte Hitliste wurde wiederum von Amazon angeführt, das seinen Wert seit Ende des vergangenen Jahres fast um ein Dreifaches verschlechterte, und zwar von 16 auf 41%. Der Zweitplatzierte GoDaddy konnte sich hingegen verbessern: Während im 4. Quartal 2013 noch 14% der von Solutionary entdeckten Schadprogramme auf ihn entfielen, so waren es im Juni nur noch 2%. Die Experten wiesen zudem darauf hin, dass die Ressourcen der Provider aus den ТOP 10 die Quelle von 52% der im Berichtszeitraum entdeckten Schädlinge sind.

In der Verteilung der schädlichen Objekte nach Ländern belegen nach wie vor die USA die Spitzenposition, deren Wert deutlich gestiegen ist: Ende letzten Jahres entfielen auf den Anteil amerikanischer Provider 44% der Funde von Solutionary, Mitte des laufenden Jahres waren es 56%. Die nächsten Plätze belegen in absteigender Folge Frankreich, Deutschland und China. Eine Zunahme von schädlichen Hostings wird registriert in Frankreich, auf den Jungferninseln und in Irland – ein Rückgang dagegen in Deutschland, in den Niederlanden, in Russland, Großbritannien und Kanada. Die Verbesserung der Situation in Russland hängt nach Meinung der Experten zu einem großen Teil mit einer Reihe von Verhaftungen durch die entsprechenden russischen Behörden zusammen, unter anderem mit der Festnahme des mutmaßlichen Autors des Exploit-Packs Blackhole.

„Die in unserem Quartalsbericht aufgeführten Daten über die Platzierung von Schadsoftware bestätigen unsere Ergebnisse für das Jahr 2013; zudem helfen sie uns, die Gedankengänge und den Erfindungsgeist der Autoren zeitgemäßer Cyberattacken besser zu verstehen“, kommentiert Rob Kraus, Senior Security Consultant bei Solutionary. „Vom Standpunkt der Prozessorganisation aus betrachtet, sowie der Sorgfalt gegenüber Details, insbesondere gegenüber den Grundlagen der Informationssicherheit, reicht es häufig aus, den Cyberkriminellen oder die Gruppe von Cyberkriminellen abzuschrecken. Das größte Problem ist hierbei die Reaktionsgeschwindigkeit des Gegners, die auch der Grund dafür ist, dass man stets auf dem Laufenden sein sollte, wenn es um die neusten Bedrohungs-Trends geht: Es lohnt sich, den Angreifern das Leben schwer zu machen, da auch sie früher oder später ihrerseits ein schwaches Glied in der Sicherheitskette entdecken werden.“

Quelle:        Darkreading

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