Offensivattacken bei der Fußball-WM 2010

Derzeit ist die Fußballweltmeisterschaft 2010 das Ereignis mit der höchsten Zuschauerzahl weltweit. Diese „gute” Gelegenheit wollen sich Cyberkriminelle nicht entgehen lassen und nutzen das Ereignis bereits für ihre illegalen Zwecke, indem sie z.B. Spam-Nachrichten mit Links zu Pishing-Seiten oder zur Verbreitung von Schadprogrammen, etc. versenden. Derartige Angriffe laufen stets über die Endpoint-Computer, wo sie die persönlichen Daten der Nutzer stehlen. Nach dieser Methode verfahren die Cyberkriminellen am häufigsten.

Heute allerdings haben wir einen höchst interessanten Angriff lokalisiert, bei dem Geld scheinbar keine Rolle spielt. Dieser Angriff befand sich auf dem Webserver der indonesischen Regierung, und die dafür verantwortliche Bande stellte eine Defacement-Seite mit eindeutigem Bezug zur Weltmeisterschaft auf den gehackten Webserver:

Ruft jemand die gehackte Seite auf, hört er zudem einen offiziellen Worldcup Song. In der Vergangenheit hatten wir häufig Fälle, in denen Webserver aus politischen, ethnischen oder sonstigen Beweggründen gehackt wurden. Inzwischen stellen wir fest, dass auch Motive sportlicher Natur in Kombination mit Wettbewerbsgeist die Cyberkriminellen dahingehen beeinflussen können, ihre Offensiven zu lancieren.

In Zeiten, in denen Cyberkriminelle aktiver als gewöhnlich sind, sollten Nutzer ihrer Sicherheit besondere Aufmerksamkeit widmen. Um nicht Opfer einer Internetattacke zu werden, empfiehlt es sich, die folgenden grundlegenden Sicherheitsregeln zu beachten:

  1. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand ist
  2. Klicken Sie keine Twitts mit abgekürzten URL-Adressen an
  3. Wenn Sie eine E-Mail-Nachricht mit Bezug auf die Fußball-WM 2010 erhalten, sollten Sie keinesfalls die eingefügten Links anklicken oder mögliche Anhänge öffnen.
  4. Wenn Sie die neuesten Fußball-Meldungen verfolgen möchten, benutzen Sie dafür Ihre bevorzugte und vertrauenswürdige Nachrichten-Webseite. Rufen Sie keine unbekannten Seiten auf, die Sie bei Ihrer Suche im Internet gefunden haben.
  5. Klicken Sie keine Links in IM-Nachrichten an, selbst wenn diese von Freunden oder Kollegen stammen.

Stay safe!

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