Phisher-Gang in Deutschland festgenommen

Der Wiesbadener Polizei ist es zusammen mit Kollegen aus Lettland, Großbritannien sowie in Kooperation mit Europol gelungen, die Aktivität einer international agierenden organisierten Verbrecherbande zu unterbinden, die für die Verbreitung von Banktrojanern sowie für den Diebstahl und das anschließende Waschen von Geldern verantwortlich ist. Die Verluste, die auf die Tätigkeit dieser Betrüger zurückzuführen sind, belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.

Die Ermittlungen begannen bereits im Januar 2015. Im Rahmen der Operation waren die Polizeibeamten in Schwerin sowie in Lettland und Großbritannien aktiv. Zwei Beamte von Europol wurden den Ermittlungsgruppen in Deutschland und Lettland beiseite gestellt, die die im Laufe der Ermittlungen gefundenen Daten analysierten. Insgesamt waren 50 Gesetzeshüter an den Ermittlungen beteiligt.

Im Laufe der Operation wurden 12 Hauptverdächtige identifiziert, von denen drei schließlich verhaftet wurden. Bei der Hausdurchsuchung fand die Polizei eine Vielzahl von Computern, Mobiltelefonen, Bankkarten, SIM-Karten und Datenträgern.

Offensichtlich verwendeten die Verbrecher zum Diebstahl des Geldes von den Konten ihrer Opfer einen Banktrojaner, den sie über Phishing-Versendungen verbreiteten. Bei einer Infektion mit diesem Bankenschädling werden die von dem Online-Banking-System versendeten SMS abgefangen und an die Cyberkriminellen gesendet, die die Transaktion auf diese Weise abfangen und die Mittel schnell über ein Dropper-Netzwerk abziehen.

Quelle: Threatpost

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