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Millionenstrafe für Profi-Spammer

Ein Spammer muss MySpace sechs Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen. MySpace feiert einen Erfolg im Kampf gegen Spam: Ein US-Schiedsgericht verurteilte den bekannten Internet-Unternehmer Scott Richter zur Zahlung von sechs Millionen US-Dollar (3,87 Millionen Euro). MySpace warf Richter und seinem Unternehmen Media Breakaway vor, seine Nutzer mit Phishing-Angriffen und Spam-Mails überschwemmt zu haben. Nicht die erste Millionenstrafe, die Richter im Zusammenhang mit Spam zahlen muss.

Das Schiedsgericht verurteilte Richters Unternehmen Media Breakaway zur Zahlung von 4,8 Millionen US-Dollar (3,1 Millionen Euro) Schadensersatz an MySpace sowie 1,2 Millionen US-Dollar (775.344 Euro) an Gerichtskosten. Zudem dürfen weder Richter noch Mitarbeiter von Media Breakaway MySpace in Zukunft nutzen. So soll verhindert werden, dass Richter künftig MySpace-Nutzer mit Werbemüll bombardiert.

Das soziale Netzwerk kommentierte das Urteil in einer Stellungnahme: „MySpace hat null Toleranz gegen illegale Aktivitäten auf unserer Seite.“ Man werde alle Kriminellen ihrer gerechten Strafe zuführen, die versuchten, MySpace-Nutzer zu schädigen. Dabei kämpft das Unternehmen unentwegt mit Online-Kriminellen, da das soziale Netz für sie ein leichtes Ziel darstellt. So können Spammer tausende von Nutzern mit geringem Aufwand mit Spams überschwemmen.

Bereits in der Vergangenheit wurde Richter beschuldigt, Verbraucher mit Spam-Wellen überschwemmt zu haben. So zahlte er vor zwei Jahren insgesamt sieben Millionen US-Dollar (4,52 Millionen Euro) Schadensersatz an Microsoft wegen des illegalen Versands von Spam-Mails. Dabei erscheint das nun verhängte Urteil äußerst milde. Erst im Mai verurteilte ein Gericht Sanford Wallace, den sogenannten Spam King, zur Zahlung von 234 Millionen US-Dollar (151 Millionen Euro) Schadensersatz an MySpace – eine der höchsten jemals verhängten Strafen im Zusammenhang mit Spam.

Das Schiedsgericht verhängte das relativ milde Urteil, da Media Breakaway nicht für das Fehlverhalten von Firmenpartnern verantwortlich zu machen sei. So unterhalte das Unternehmen relativ lockere Beziehungen zu anderen Firmen, die für Media Breakaway Werbebotschaften verschicken. Hierunter seien eine Reihe schwarzer Schafe, die etwa MySpace-Konten knackten, um massenhaft Spam-Mails zu versenden. Dabei versuche Media Breakaway mit Anti-Phishing-Vereinbarungen in ihren Verträgen im Einklang mit dem Gesetz zu stehen. Allerdings hätten in einigen Fällen Manager von Media Breakaway Geschäftspartner ausdrücklich zu illegalen Spam ermutigt.

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