Millionenschwerer Taifun

Anfang November brach der Taifun „Haiyan“ über die Philippinen hinein, die Zahl der Opfer war katastrophal hoch – mehrere tausend Menschen starben, hunderttausende wurden evakuiert. Nur wenige Tage später registrierten wir die erste „nigerianische“ Mail, in dem Cyberkriminelle dieses tragische Ereignis zu ihren unehrenhaften Zwecken ausnutzten. Dieses Mal war der Autor angeblich ein Bewohner der Philippinen, der als Fahrer in einem Wachunternehmen arbeitete. Die Geschichte, wie er unerwartet in den Besitz eines Millionenvermögens kam, erschien durchaus glaubwürdig.

 

Am Tag, als der Taifun wütete, waren der Fahrer und einige seiner Kollegen damit betraut, die Summe von 11,5 Millionen Dollar in ihren Tresorraum zu bringen. Doch auf dem Weg dorthin wurden sie von dem Taifun überrascht, der den Autor auch von der Aufsicht seiner Kollegen befreite. Allein mit einer solchen riesigen Geldsumme beschloss der Chauffeur schließlich, die Situation auszunutzen. Jetzt wendet er sich an den Empfänger des Schreibens mit der Bitte, die wertvolle Fracht gegen eine großzügige Belohnung von den Philippinen zu schaffen.

Um das potentielle Opfer von der Wahrhaftigkeit des Schreibens zu überzeugen, fügten die Betrüger Links auf echte Artikel über die Katastrophe ein; am häufigsten trafen wir auf Links, die auf die Website von BBC verweisen. Wir stellen fest, dass die Links auf die Nachrichtenseiten auch die einzigen vertrauenswürdigen Informationen in diesem Schreiben sind. Die erstaunliche Geschichte des frisch gebackenen philippinischen Millionärs ist – ebenso wie sein Name – eine reine Erfindung, die dazu dient, den Empfänger der Mail über den Tisch zu ziehen.

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