News

Meldungen über einen MacOSX-Trojaner

Obgleich wir in der Vergangenheit schon Malware für MacOSX gefunden haben, gab es bisher noch keine wesentlichen Ausbrüche von Mac-Malware.

Heute morgen (16.2.) gab es auf dem MacRumors-Forum einige Meldungen über einen MacOSX-Trojaner. Wir konnten ein Exemplar erbeuten und einen Blick darauf werfen.

OSX/Leap.A ist ursprünglich eine PowerPC-Malware, die sich als TAR-G-gezipptes Archiv mit dem Namen „latestpics.tgz“ verbreitete. Sobald das Archiv ausgepackt wird (durch einfachen Doppelklick in MacOSX) wird dem User eine Anwendung präsentiert mit dem Namen „latestpics“ und einer Größe von 39596 Byte. Die Anwendung sieht folgendermaßen aus:

Wird die Datei gestartet, versucht der Wurm-Code andere Anwendungen auf der Festplatte zu infizieren und kopiert sich über iChat auf andere Computer.

Die Infektion der lokalen Anwendungen erfolgt über den klassischen Weg – die Originaldatei wird in der so genannten Resource Fork gespeichert. Anschließend wird der Datei-Code mit der 39596-Byte großen „latestpics“-Anwendung überschrieben.

In unseren Tests funktionierte das allerdings nicht gut und infizierte Anwendungen funktionierten nicht mehr. Der Wurm nutzt eine spezielle Methode, um die Kontrolle zu bekommen, wenn eine neue Anwendung gestartet wird: er legt einen InputManager in das Verzeichnis ~Library/InputManagers, und zwar als 18884 Byte große „apphook“. Wird eine neue Anwendung gestartet, wird auch die „apphook“-Erweiterung gestartet und die Anwendung infiziert.

Der Autor scheint auch an der E-Mail-Verbreitung zu arbeiten, doch dieser Teil des Wurms scheint noch nicht fertig zu sein. Diese Funktion kann in einer Zukunftsversion aber durchaus enthalten sein.

Mit Apples Übergang zu Intel-Hardware und einer aggressiven Preispolitik, war es nur eine Frage der Zeit bis Macs nicht nur unter den Anwendern bekannt, sondern zudem Zielscheibe für Malware-Autoren wurden. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen gibt es keinen Zweifel, dass das, was wir hier sehen, nur der Anfang ist.

Meldungen über einen MacOSX-Trojaner

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach