Kleinbetriebe “erschreckend naiv“

Cyber-Kriminelle verlegen sich zunehmend auf Attacken gegen kleinere und mittlere Unternehmen, da diese häufig nicht über die nötigen Sicherheitssysteme verfügen.

Nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erleiden Unternehmen Jahr für Jahr immense Schäden aufgrund mangelnder Sicherung ihrer elektronisch gespeicherten Daten. Viele große Unternehmen hätten dies erkannt und sich intensiv um den Schutz ihrer Daten bemüht. Die getroffenen Maßnahmen können Datendiebstahl und Hacker-Angriffe zwar nicht völlig verhindern, aber die Schäden doch in Grenzen halten.

In kleineren und mittleren Betrieben fehlen aber sowohl häufig Experten für die Datensicherung als auch die elementarsten Sicherungen für die Rechner. BSI-Präsident Udo Helmbrecht spricht in diesem Zusammenhang von einer “geradezu erschreckenden Naivität gegenüber potenziellen Risiken aus dem Netz“. Die fehlende Gefährdungssensibilität zeige sich schon allein aus der Tatsache, dass 80 Prozent der Unternehmen weniger als 7,5 Prozent ihres IT-Budgets für Sicherungsmaßnahmen verwenden.

Helmbrecht hofft auf ein schnelles Umdenken in den Chefetagen: “Ich wünsche mir, mancher Geschäftsführer würde für den Schutz seiner Unternehmens-IT ähnlich viel Geld ausgeben und Aufwand betreiben wie für seine Dienstwagen.“

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