Kampf gegen Kinderpornografie: Cyber-Cops so gut wie Hacker

Die Internetspezialisten der Polizei sind mittlerweile Computer-Hackern ebenbürtig.

Die Polizei hat nach Ansicht von Experten in den vergangenen Jahren große Fortschritte im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet erzielt. So seien die Cyber-Cops der Landeskriminalämter inzwischen so gut wie Computer-Hacker und könnten mit ihrem Wissen Käufer von Kinderpornografie überführen.

„Viele Straftäter ahnen nicht, wie groß das Risiko ist, etwa beim Herunterladen von Gewaltvideos erwischt zu werden“, erklärte Prof. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Schwieriger sei es dagegen, der Hersteller von Kinderpornografie habhaft zu werden, da sie meist im Ausland säßen.

Die jüngste bundesweite Polizeiaktion gegen Händler und Nutzer von Kinderpornografie im Netz war einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“ zufolge durch den Hinweis eines Berliner Internetanbieters ausgelöst worden. Das Unternehmen hatte auf ihren Servern einen ungewöhnlich intensiven Datenverkehr registriert und festgestellt, dass dort Kinderpornos herunter geladen wurden. Es wurde Strafanzeige erstattet. Die Polizei ermittelt nun bundesweit gegen 12.000 Verdächtige.

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