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Job verloren wegen Computervirus

Ein Computervirus kann die Existenz eines Menschen zerstören, wie Michael Fiola schmerzlich feststellen musste. Der 53-Jährige aus dem US-Bundesstaat Rhode Island verlor seine Arbeitsstelle, weil er angeblich Kinderpornographie in rauen Mengen auf seinem Dienst-Notebook speicherte. Jetzt entlastete ihn ein Gutachten, wie der Boston Herald schreibt – doch für Fiola ist der Alptraum noch nicht vorbei.

Michael Fiola war sieben Jahre lang Angestellter bei der Arbeitsschutzbehörde DIA, bevor er im November 2006 ein neues Dienst-Notebook erhielt, weil ihm sein altes gestohlen wurde. Bereits nach einigen Monaten bemerkte sein Arbeitgeber völlig überhöhte Rechnungen für Datenverbindungen. Fiolas verursachte mit seinem PC viermal höhere Kosten als seine Kollegen. Daraufhin forschte die DIA nach und fand „eine überwältigende Menge an Bildern vorpubertärer Kinder in pornographischen Posen“ auf dem Notebook. Fiola, von seiner Frau als „Computer-Analphabet“ bezeichnet, erhielt die sofortige Kündigung.

Gutachten entlastet Angeklagten

Es kam noch schlimmer. Im August 2007 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann. Vor Gericht fand schließlich die anerkannte Computer-Forensikerin Tami Loehrs heraus, dass der Angeklagte unschuldig war. „Mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit“, so Loehrs, sei das Notebook mit mehreren Trojanern und Computerviren infiziert, die die Sicherheitssoftware auf dem Notebook deaktiviert hätten. Die kinderpornographischen Bilder seien allesamt im Zwischenspeicher des Notebooks entdeckt worden, in dem das Gerät Internet-Seiten ablegt. Die Aufnahmen hätten sich dort völlig automatisch und ohne vom Nutzer des Laptops veranlasst in einer enormen Geschwindigkeit angesammelt.

„Ihr hab unser Leben zerstört“

Das Verfahren gegen Michael Fiola wurde nun eingestellt, doch seinen Arbeitsplatz bekommt der Mann trotzdem nicht wieder. „Wir stehen zu unserer Entscheidung“, so die DIA – für Fiolas Anwalt völlig unverständlich: „Jedem, der ein Firmen-Notebook besitzt, kann das passieren“. Mehr noch als der Verlust der Arbeitsstelle schmerzt die soziale Ächtung, die Fiola und seine Frau seit über einem Jahr zu spüren bekommen. „Ich hoffe, dass ich nun meine Ehre wiederherstellen kann, doch wir haben all unsere Freunde verloren“, so Fiola, „Die DIA hat unser Leben zerstört“.

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