Israeli stiehlt Millionen mit Kreditkarten-Hack

Ein 29-jähriger Israeli ist in den USA verhaftet worden, nachdem er mit der Manipulation von Kreditkarten Millionen US-Dollar stehlen wollte. Das berichtet das US-Magazin Wired in seiner Online-Ausgabe. Der Mann mit dem Decknamen „The Analyzer“ hatte eine Schwachstelle in den Datenbanken der Kreditunternehmen entdeckt und so das Guthaben auf anonym beantragten Karten erhöhen können. Bevor der Hacker seine Beute jedoch abgreifen konnte, schlugen die Ermittler zu.

Die Masche des Hackers war so einfach wie genial: Gemeinsam mit zwei Komplizen hatte „The Analyzer“ in Kanada und den USA mehrere im Voraus bezahlte Kreditkarten des Unternehmens Direct Cash erworben. Die lassen sich mit Geld aufladen, das sich dann für den Einkauf in Geschäften nutzen oder an Geldautomaten wieder abheben lässt. Über die von ihm entdeckte Schwachstelle drang der Hacker daraufhin in die Rechner des Kreditunternehmens ein und erhöhte einfach die auf den Karten abgelegte Summe – auf insgesamt dreieinhalb Millionen Dollar.

Von dieser gewaltigen Summe konnte die Bande jedoch nur etwa die Hälfte von Geldautomaten in Kanada und den USA abheben, bevor die Ermittlungsbehörden ihnen auf die Spur kamen. Bei einer Routine-Überprüfung war den Verantwortlichen von Direct Cash das plötzliche Millionenloch in ihrer Bilanz aufgefallen. Ein eilig angesetzter Sicherheitscheck entdeckte schließlich den Einbruch in die Computersysteme des Unternehmens. In einer gemeinsamen Aktion verfolgten der U.S. Secret Service und kanadische Behörden die Spuren zurück und konnten die Köpfe der Bande schließlich festnehmen.

Der israelische Hacker ist dabei kein unbeschriebenes Blatt. Als „Analyzer“ hatte es der Mann schon vor zehn Jahren zu einer gewissen Berühmtheit gebracht, als er gleich mehrfach in die Computer des US-Verteidigungsministeriums eindrang. Damals beschäftigte der Hacker eine ganze Abteilung des Ministeriums, die ihn in einer Aktion mit dem Codenamen „Solar Sunrise“ zu stellen versuchten. Damals kam er mit einer milden Strafe davon, dieses Mal erwarten ihn und seine Komplizen Verfahren in Kanada und den USA.

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