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Internet-Kriminelle missbrauchen Google Doodle, um Malware zu verbreiten

Sicherheitsexperten stellten fest, dass Internet-Kriminelle nicht davor zurück schrecken, Google Doodle für ihre Zwecke zu missbrauchen. Es wurde festgestellt, dass unterschiedliche Google Logos von Internet-Kriminellen missbraucht wurden, um ihre bösartige Software im Internet zu verbreiten.

Sicherheitsfachleute stellten fest, dass zum Beispiel am 15. Dezember Internet-Nutzer durch Anklicken des Logos, auf über 30 gefährliche Seiten geführt wurden. Hintergrund ist, dass zu besonderen Tagen das Logo von Google zum entsprechenden Anlass verändert wird, was eigentlich eine nette Idee ist. Diese veränderten Logos sind dann anklickbar und verweisen auf den entsprechenden Suchparameter des Ereignisses.

Von den ersten 100 der verlinkten Seiten waren 31 verseucht. Bereits unter den ersten 50 Seiten wurden 27 mit bösartiger Software verseuchte Seiten gefunden. Internet-Kriminelle suchen immer wieder nach neuen Methoden, ihre Malware zu verbreiten. Bis dato wurden immer wieder Fälle bekannt, wie sie mit Hilfe unterschiedlichen Methoden versuchen, via Manipulation der Suchmaschinenoptimierung ihre Malware zu verbreiten. Hierzu werden von Internet-Kriminellen ihre Seiten mit populären Begriffen, derzeit zum Beispiel Michael Jackson oder Schweinegrippe, verknüpft, die relativ weit oben in der Trefferliste von Suchmaschinen zu finden sind.

Nun haben sie erkannt, dass viele Internet-Nutzer von Google Doodle angelockt werden, und nun versuchen sie, über das themenbasierte Google Logo ihre Malware zu verbreiten. Am 15. Dezember wäre von Ludwik Lejzer Zamenhof, dem Erfinder der künstlichen Weltsprache Esperanto, der 150. Geburtstag gewesen. Internet-Nutzer, die am 15. Dezember auf das Google Logo klickten, suchten automatisch nach Ludwik Lejzer Zamenhof und wurden Teilweise auf gefährliche Suchresultate geleitet, die zum Beispiel falsche Antivirenprogramme anbieten und verbreiten.

Ist ein User auf einer derartigen Seite gelandet, wird ihm durch einen falschen Alarm vorgegaukelt, sein System sei mit einem Virus infiziert. Angeblich sei ein Festplatten-Scan bei seinem Rechner durchgeführt worden. Um angebliche Schädlinge von seinem System wieder zu entfernen, wird dem User eine Antivirensoftware angeboten, für die er zahlen muß. Derartige Versuche, Internet-Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen sind nicht neu, neu ist lediglich, dass zur Verbreitung der Malware das Google Doodle missbraucht wird. Google hat das Problem erkannt und auch bereits reagiert. Zahlreiche Webseiten wurden inzwischen automatisch oder manuell aus den Suchlisten entfernt.

Internet-Kriminelle missbrauchen Google Doodle, um Malware zu verbreiten

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