IM-Attacken werden fieser

Nach Beobachtungen des auf Messaging-Security spezialisierten Anbieters Akonix werden Angriffe auf Instant-Messaging-Systeme (IM) immer raffinierter.

Das IM Security Center des Sicherheitsunternehmens Akonix will allein im Januar 14 neue Schadcode-Attacken auf IM-Systeme identifiziert haben. Zwar erachten die Experten die absolute Anzahl der in diesem Monat auf IM-Anwender lancierten Angriffe als vergleichsweise gering, dafür aber deutlich raffinierter und gezielter.

IM-Attacken haben in den vergangenen Monaten drastisch zugenommen. So teilte Akonix im Juli 2007 mit, dass die Zahl der auf IM-Nutzer gerichteten Bedrohungen in den vorherigen zwölf Monaten um 78 Prozent gestiegen war.

Zu den neuen IM-Schädlingen im Januar zählen den Experten zufolge „MSNChristmas“, „MSNVB“, „Raiodin“ und „Perin“. Letzterer, laut Akonix einer der gemeinsten in der aktuellen Malware-Runde, soll sich über einen Link auf Kontakte in MSN- oder AIM-Netzen verbreiten und eine Backdoor auf den infizierten Rechnern öffnen. Laut Don Montgomery, Vice President Marketing bei Akonix, sind im vergangenen Jahr mehrstufige IM-Attacken aufgekommen, bei denen Schadcode auf die Opfersysteme geschleust wird, der dann andere Malware nachlädt. Ihm zufolge liegen etwa Angriffe im Trend, bei denen in einem zweiten Schritt ein Trojaner herunter geladen wird, der darauf wartet, bis der Nutzer sich auf einer bestimmten Bankenseite einloggt, um dann einen Key-Logger zu aktivieren.

Aber auch Attacken über Peer-to-Peer-Netze wie Kazaa und eDonkey nehmen offenbar weiter zu – im Januar sollen in diesem Bereich ebenfalls 14 neuartige Angriffe zu beobachten gewesen sein.

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