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Hackerspuren bei Rüstungskonzernen entdeckt

Hacker haben offenbar die südkoreanische Rüstungsindustrie ins Visier genommen. Spezialisten entdeckten auf den Rechnern der Unternehmen Lignex1 und Hyundai Heavy Industries Schadcode, den die Cybergangster offenbar bei einem Einbruchsversuch dort hinterlassen hatten. Der Fall ist pikant: Beide Unternehmen gehören zu den wichtigsten Lieferanten der südkoreanischen Armee.

Entdeckt hatte den Schadcode das koreanische National Security Research Institute, die obersten Wächter der Computersicherheit in Südkorea. Das Institut geht davon aus, das Hacker den Code bereits im März im System der beiden Rüstungskonzerne platziert hatten, um dann gezielt streng geheime Informationen zu entwenden. „Die Spezialisten glauben, dass chinesische oder nordkoreanische Hacke hinter der Sache stecken, wissen aber nicht, welche Informationen gestohlen wurden“, so ein Vertreter der Regierungspartei GNP. Im schlimmsten Fall seien Baupläne von Raketen oder Schiffsprototypen in die Hände der Hacker gelangt.

Für Süd-Korea wäre das eine Katastrophe. Lignex1 stellt vor allem Raketen her, darunter einen Lizenzbau der amerikanischen Luft-Luft-Rakete Sidewinder sowie die koreanische Boden-Boden-Rakete Hyunmoo. Hyundai Heavy Industries baut für die südkoreanische Marine Schiffe, darunter Zerstörer und U-Boote sowie den Prototypen für eine neue Klasse von mit Raketen bestückten Fregatten.

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