Hacker Neo blamiert Regierung und Banker

Ein Hacker namens Neo blamiert Regierung und Banken in Lettland: Der Online-Kriminelle soll zu einer Hacker-Truppe namens Fourth Awakening Peoples Army gehören. Ähnlich wie der Held im Kinofilm Matrix will der Hacker eine Verschwörung zwischen Regierung und Banken in Lettland aufdecken. Der zweifelhafte Cyberheld machte seine Entdeckungen öffentlich und wird in Lettland mittlerweile als eine Art Robin Hood gefeiert.

Es klingt wie eine magere Kopie des Drehbuches zum Kinohit Matrix. Ein Hacker, der sich passenderweise Neo nennt, knackte die Computer von Banken und staatlichen Institutionen in Lettland und deckte Verfehlungen beider Seiten auf. Über Twitter veröffentlichte er, was Manager staatlicher Firmen tatsächlich verdienen, obwohl Gehaltskürzungen versprochen wurden. Er zeigte zudem, dass diese Firmen öffentlich um Unterstützung baten und heimlich große Bonuszahlungen an die Führungskräfte leisteten. Weiterhin enthüllte er, das Banken Rettungsgelder einstrichen, ohne die dem Staat gemachten Zusagen einzuhalten. Bei all dem soll die lettische Regierung tatenlos zugesehen haben und ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen sein.

Da Neo all diese Informationen auch einem lettischen TV-Sender zuspielte und damit seine Entdeckungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich machte, ist der Unbekannte für viele zu einer Art Held geworden. Ilze Nagla, Moderatorin bei dem lettischen Sender, erklärte gegenüber der BBC: „Viele Leute sehen in ihm eine Art modernen, virtuellen Robin Hood.“ Banken und Regierung stehen jetzt öffentlich unter Beschuss, während die Polizei den Hacker und das Datenleck sucht. Neo teilte über Twitter mit, er wolle dem Volk vor Augen führen, wer in Lettland durch die Rezession Kasse mache. Und der Robin Hood der Hacker versprach, weitere Informationen zu publizieren.

Wie die BBC mitteilt, wird vermutet, dass sowohl der Hacker als auch die Gruppierung Fourth Awakening Peoples Army selbst gar nicht nicht in Lettland sitzen, sondern in Großbritannien. Die Gruppierung brüstet sich damit, mittlerweile die Daten von über 1.000 Finanzinstituten und aus Regierungskreisen erbeutet zu haben, insgesamt mehr als sieben Millionen geheime Dokumente. Das Online-Magazin The Inquirer meldete, dass es sich bei dem Datendiebstahl wohl um eine europaweite Aktion handelt und die Hacker-Gruppierung nicht nur Daten über Lettland, sondern auch andere Länder sammelt.

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