News

Großbritannien: Streng geheime Passwörter auf Parkplatz „verloren“

Die Serie der Datenpannen in Großbritannien reißt nicht ab. Auf einem öffentlichen Parkplatz wurde ein Datenträger mit Benutzernamen und Kennwörtern eines Computersystems der Regierung gefunden. Nach dem Verlust des Memorysticks wurde die Internetseite, über die Dienstleistungen wie Renten- und Kindergeldanträge oder Steuererklärungen online erledigt werden können, vorübergehend geschlossen.

Nach Darstellung eines Behördensprechers enthielt der Stick nur Daten einer „Handvoll Leute“ deren Kennwörter verschlüsselt waren. Dagegen schrieb die „Mail on Sunday“, dass sich Unbefugte mit Hilfe des Datenträgers Zugang zu persönlichen Details von zwölf Millionen Menschen hätten verschaffen können.

Ein Mitarbeiter einer Computerfirma, die im Auftrag der Regierung das Internetangebot pflegt, hatte das Speichermedium auf einem Parkplatz in Cannock in der Grafschaft Staffordshire verloren. Das Computerunternehmen sprach von einem Bruch der Regeln und kündigte personelle Konsequenzen an.

In den vergangenen Monaten waren immer wieder Daten der britischen Regierung verloren gegangen. Anfang Oktober verschwand eine Computerfestplatte mit Daten von etwa 100.000 Armeeangehörigen und rund 600.000 Armee-Bewerbern sowie ein Laptop mit Daten von 100.000 Pensionisten. Im September waren aus einem Luftwaffenstützpunkts drei Computerfestplatten mit den persönlichen Daten tausender aktiver und ehemaliger Angehöriger der Royal Air Force gestohlen worden.

Im August sorgte der Verlust von Daten von Häftlingen in England und Wales für Aufregung. Im Juli gestand das Verteidigungsministerium ein, dass in den vergangenen vier Jahren insgesamt 658 Laptop-Computer und 26 tragbare Memorysticks mit sensiblen Personaldaten entweder gestohlen wurden oder verloren gingen. Zuvor hatte das Justizministerium einräumen müssen, dass bereits im Sommer vergangenen Jahres eine Festplatte mit Daten von rund 5.000 Gefängnisbeamten und Verwaltungsangestellten der Justizbehörden verloren gegangen war. Im Oktober vergangenen Jahres verschwanden CDs mit den persönlichen Angaben von 25 Millionen Kindergeldempfängern.

Großbritannien: Streng geheime Passwörter auf Parkplatz „verloren“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach