News

Google Street View – nicht in unserem Dorf

Das ländliche Schleswig-Holstein entdeckt den Datenschutz. Die schwarzen Opel-Kombis mit den Rundum-Kameras nähern sich den Gemeindegrenzen.

So hoch gehängt wurde Datenschutz noch nie im hohen Norden. Die “Nord-Gemeinden rebellieren gegen Google”, wie die Lübecker Nachrichten in ihrer Sonntagsausgabe berichten.

Illegal will Marit Hansen, stellvertretende Datenschutzbeauftragte des Landes, die Aufnahmen für Google Maps zwar nicht nennen, aber doch “unrechtens”. Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß: “Die Bilder lassen sich problemlos mit Adressdaten und Namen zu verknüpfen.” Lübecks Innensenator Thorsten Geißler (CDU) befürchtet dadurch eine Werbeflut für seine Bürger, andere Kommunalpolitiker sogar eine Verbrechenswelle.

Der 66-jährige Willi Janicki aus Elmenhorst hat sich per Fax an Google verbeten, sein Haus ins weltweite Bild zu bringen: “Jeder Langfinger kann sich angucken, wie er am günstigsten in mein Haus kommt.” Ähnlich sieht es CDU-Fraktionschef Reinhold Harwart aus Molfsee bei Kiel im Kreis Rendsburg-Eckernförde kommen:

“Auf den Fotos ist doch alles zu sehen! Das öffnet Verbrechern Tür und Tor zu unseren Häusern … Wir lassen uns das nicht gefallen. Wir wollen nicht mit unseren Häusern im Internet zu sehen sein.”

Gesagt, getan. Datenschutzrechtlich sei Google zwar nicht beizukommen, aber es gibt ja noch die bewährte Straßenverkehrsordnung. Die Gemeinde Molfsee will sich auf sie stützen, um Google nicht in ihre Straßen sehen zu lassen. Es bedürfe einer Sondernutzungserlaubnis, um mit den Kamerawagen kommerzielle Aufnahmen zu erstellen: “Google muss die Sondernutzung der Straße beantragen – und diesen Antrag werden wir ablehnen.”

Google Street View – nicht in unserem Dorf

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach