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Gefasste Dialer-Betrüger sollen 20 Millionen erbeutet haben

Lettland hat letzten Freitag den 30-jährigen Haupttäter des bundesweit größten Dialer-Betruges nach Deutschland ausgewiesen. Dieser wurde dort bereits im Januar geschnappt, hatte aber im Februar Berufung gegen seine Ausweisung eingelegt, die mittlerweile zurückgewiesen wurde. Das berichtet der Stern.

Die Masche der Betrüger stellte sich folgendermaßen dar: Über verschiedene Firmen boten die Beschuldigten pornographisches Bild-Material an, welches über eine zunächst legale Dialer-Verbindung bezahlt werden sollte. Nachdem das Wählprogramm installiert war, deaktivierte es nach Herunterladen des ersten Bildes jedoch jegliche Dialer-Schutz-Programme. Zudem wurde eine Verbindung aufgebaut, die mit 1,86 Euro pro Minute zu Buche schlug, von der der Nutzer aber nichts wusste.

Insgesamt geht man bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück von mehr als 100.000 Geschädigten sowie einem Schadensvolumen von mehr als 20 Millionen Euro aus. Viele Betroffene, die bis zu 3.000 Euro Schaden beklagen mussten, haben bis dato noch keine Anzeige erstattet.

Gefasste Dialer-Betrüger sollen 20 Millionen erbeutet haben

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