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FICO berechnet Verluste durch Betrug in Europa

Das amerikanische Unternehmen FICO, spezialisiert auf Entscheidungsmanagement und Schutz vor Betrugsfällen, registrierteeine Zunahme der Verluste durch Betrügereien mit Bank- und Kreditkarten in Europa. Nach Einschätzung der Analysten stieg der Gesamtwert im Jahr 2012 um 6%, wobei 80% der Zunahme auf Frankreich, Russland und Großbritannien entfielen.

In absoluten Zahlen bedeutet das, dass europäische Kreditkarteninhaber innerhalb eines Jahres über 1,5 Milliarden Euro eingebüßt haben. Am stärksten von den Betrugsfällen betroffen waren dabei die Franzosen (29,8% der Gesamtsumme), die bezüglich dieses Wertes den ewigen Spitzenreiter Großbritannien (27,6%) eingeholt haben. Position drei im FICO-Rating der höchsten Verluste durch Betrügereien belegte Deutschland (9,7%).

Im Zeitraum zwischen den Jahren 2007 und 2012 stiegen die mit Kreditkartenbetrug zusammenhängenden Verluste der Franzosen um 65%, das entspricht einer Summe von 174 Millionen Euro. Das ist ein überaus unerwartetes Ergebnis, da Frankreich schon sehr früh die chip-and-PIN-Technologie eingeführt hat, die es in vielen Ländern Westeuropas ermöglicht, die durch Betrug verursachten Schäden zu verringern.

Im vergangenen Jahr entfiel auf Frankreich die Hälfte des Zuwachses der europäischen Verluste aufgrund von Finanzbetrug. Beim individuellen Zuwachstempo liegt Frankreich allerdings deutlich hinter Russland. Im vergangenen Jahr stiegen die Einbußen russischer Kreditkarteninhaber nach Einschätzungen von FICO um 35%, und seit dem Jahr 2010 haben sie sich verdreifacht. Es ist durchaus möglich, dass diese Entwicklung mit der zunehmenden Popularität dieses Abrechnungssystems zusammenhängt: Im Jahr 2012 nahm die Nutzung von Kreditkarten in der Russischen Föderation um 100% zu.

Im Gegensatz zu anderen Regionen der Welt wird in Europa diese Art von Betrug konsequent bekämpft, und zwar unter Einsatz der neusten Technologien. Wie die Statistik von FICO zeigt, ergeben sich die Cyberkriminellen aber keineswegs kampflos. Die Experten von FICO rufen die Kreditkartenemittenten zur Wachsamkeit auf und empfehlen, die Integration innovativer Technologien voranzutreiben, die der Risikominderung und Verringerung finanzieller Verluste förderlich sind.

Als Grundlage der Analyse von FICO dienten von dem bekannten Marktforschungsinstitut „Euromonitor International“ veröffentlichte Daten.

Quelle:FICO

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