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eleven über Spam in Deutschland

Nach Angaben des deutschen Unternehmens eleven ist das im nationalen Internetsegment registrierte Spam-Aufkommen im Oktober um 54,8% gestiegen, und im November um 28,9% zurückgegangen. Trotzdem betrug das Spamniveau im E-Mail-Traffic im vergangenen Monat noch immer 73,9%, d.h. es war deutlich höher als im ersten Halbjahr.

In den TOP 10 der Spam-Quellen, die nach Deutschland fließen, sind 6 europäische Länder vertreten: Rumänien (11,9% der Spam-Menge, 1. Platz),Russland (7%), Deutschland selbst (7%), Polen, die Ukraine und Weißrussland. Auf Platz 2 und 3 dieser unehrenhaften Hitliste positionierten sich Indien (10,4%) und Brasilien (7,8%), die USA belegten Rang 6 (3,6%). Nach Einschätzungen von eleven entfielen auf die TOP 10, die von Argentinien abgeschlossen werden, im Oktober und November um die 60% des gesamten Spamaufkommens, das in den elektronischen Briefkästen der deutschen Nutzer landete. Dabei stieg der Anteil illegitimer Mails, die von deutschen IP-Adressen versendet wurden, um das 7-Fache – möglicherweise auf Grund der Aktivität des Botnetzes, das Cyberkriminelle auf der Grundlage einer neuen Kelihos-Version errichtet haben. Die aus Indien, Brasilien, Russland und Polen stammenden Spam-Ströme gingen um 47-60% zurück.

Bei den Spam-Themen überwog die Werbung für Online-Casinos, auf die im Oktober 68,3% der unerwünschten Nachrichten entfiel, und im November noch 34,8%. Innerhalb der vergangenen 2 Monate stieg der Anteil der Stellenangebote von 5,8% auf 27,5%. Üblicherweise wird derartige Werbung verbreitet, um die Empfänger zur Geldwäsche zu missbrauchen, wobei die entsprechenden Einnahmen von Internet-Betrügern ergaunert wurden. Der Anteil von Pharmaspam, das im September noch 46,9% des Junk-Traffics ausmachte, ging drastisch zurück und betrug im November nur 7,9% des deutschen Spam-Aufkommens.

Die Zahl der Phishing-Versendungen nimmt weiter ab. Während auf ihren Anteil im August noch 0,1% der Spam-Menge entfiel, so waren es im November nur noch 0,005%. Das Hauptziel der Spammer ist laut eleven der Bezahldienst PayPal. Die Angriffe auf Finanzinstitutionen, Postdienstleister und Kreditorganisationen sind weiterhin aktuell, allerdings verlieren Massenversendungen nach Angaben der Experten bei den Phishern an Popularität. Sie verlegen sich immer mehr auf zielgerichtete Attacken auf eine eng gefasste Empfängergruppe, so genanntes Spearphishing.

Auf schädliche E-Mails entfielen im Oktober 6,1% des Spam-Aufkommens, im November waren es nur 0,3%. Dabei waren 21,3% der im November versendeten bösartigenMitteilungen in deutscher Sprache verfasst und als Köder wurden bekannte deutsche Marken eingesetzt, wie z.B. die Deutsche Post. Die Verbreiter von Malware haben ihre Mitteilungen auch als Rechnungen des lokalen Telefonanbieters getarnt. Solche Sendungen sind normalerweise mit einem Anhang ausgestattet, in dem sich anstelle der Rechnung ein schädliches Programm verbirgt.

Im November registrierte eleven 2 großangelegte Spam-Versendungen, auf die insgesamt ein Anteil von 32,4% der schädlichen Versendungen entfiel, die in diesem Monat blockiert wurden. Beide waren auf die Verbreitung von Backdoors der Familie Androm ausgerichtet. Unter den im November im E-Mail-Traffic entdeckten Schädlingen hoben die Experten besonders verschiedene Spielarten der Bank-Trojaner ZeuS und SpyEye hervor. Die meisten schädlichen Mitteilungen, die sich an das deutsche Publikum richteten, waren als Benachrichtigungen von PayPal getarnt. In englischer Sprache verfasste Mitteilungen kamen als Buchungsbestätigungen von Fluggesellschaften oder als Hotelreservierungen daher und forderten den Empfänger auf, den Anhang zu öffnen, in dem sich angeblich nähere Informationen befinden sollten, die in Wahrheit aber einen Schädling enthielten.

Quelle:

eleven.de

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