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Einwohnerdaten im Netz frei einsehbar

Ein Skandal großen Ausmaßes hat gestern Deutschland und die Medienwelt erschüttert. Aufgrund einer Panne bei einem Softwareunternehmen, welches im Bereich der Software für Kommunen zu den führenden Anbietern gehört, waren monatelang rund 500.000 Einwohnerdaten etlicher Gemeinden online frei einsehbar. Laut dem Magazin „Report München“ sollen die sensiblen Daten sogar keine Monate sondern Jahre im Netz frei zugänglich gewesen sein. Wie hoch die Zahl der betroffenen Gemeinden ist darüber sind keine Informationen bekannt. Die Softwarefirma hatte die Stadtverwaltungen nicht darauf hingewiesen, das Standard-Passwort zu ändern und somit konnte praktisch jeder die Meldedaten von Bürgern einsehen.

Die Kommunen wurden nun aufgefordert die Passwörter sofort zu ändern. Wie aber „Report München“ gestern berichtete, kann es durchaus möglich sein dass trotz der Passwort-Änderung durchaus unbekannte Personen noch immer auf die Einwohnerdaten zugreifen könnten.

Dafür müssten sie nur eine Hintertür geöffnet haben indem eigene Benutzerdaten eingesetzt werden. Bei den abrufbaren Daten handelte es sich um Passfotos, Adressen und Religionszugehörigkeit. Der Softwarehersteller arbeitet derzeit an einer Lösung des Problems aber wie diese schwerwiegende Sicherheitspanne passieren konnte, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest.

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