Ein neuer Cyber-Kriminalfall

Die Cyberkriminellen werden nicht müde, Schadcode zu schreiben. Jeder Computer-Nutzer kann Opfer von Attacken werden und die IT-Sicherheitsunternehmen entwickeln unentwegt neue Schutzmögliclhkeiten. Auch die Gesetzgeber sind derweil nicht untätig und gehen IT-Verbrechen nach, die teilweise auch vor Gericht enden. Hier einer der neueren Fälle aus den USA:
Ein Mann hat eine DDoS-Attacke gegen ein Unternehmen in Massachusetts durchgeführt, wofür er die Malware Gaobot nutzte (eine Variante der Trojaner-Familie „Backdoor.Win32.Agobot“). Wird er schuldig gesprochen, muss er zwei Jahre hinter Gitter und 400.000 US-Dollar Strafe bezahlen. Weitere Informationen zu diesem Fall gibt es hier.
Mich würde es interessieren, wie viele Menschen tatsächlich aufgrund von Cyber-Verbrechen verhaftet und angeklagt werden. Im Jahr 2004 wurden etwa 100 Personen weltweit geschnappt, 2005 waren es ein paar hundert und bis jetzt, 2006, gab es 60 Verhaftungen. Ich weiß allerdings nicht, ob irgend jemand verlässliche Daten führt und ob es eine komplette Cyber-Verbrechensstatistik gibt – diese Zahlen habe ich in öffentlich zugänglichen Nachrichtenquellen gefunden.
Die Zahlen scheinen jedenfalls zurückzugehen. Ich befürchte, dass moderne Cyber-Kriminelle immer erfahrener und damit vorsichtiger werden, was die Ermittlungen in den Fällen immer schwieriger gestaltet. Oder schenkt die Polizei diesen Fällen nicht genügend Beachtung?

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