Ein bewegter August

Vor kurzen haben wir wieder einen neuen Trick entdeckt, der von Spammern eingesetzt wird. Nun wird Spam nicht mehr nur in Form einer statischen Grafik im Dateianhang verschickt, sondern als animiertes Bild. GIF-Animationen werden von allen größeren Browsern problemlos dargestellt.

Üblicherweise besteht animierter Spam aus zwei bis vier Einzelbildern. Nur eines davon enthält relevante Informationen über die zu verkaufenden Produkte oder Dienstleistungen. Die übrigen Bilder dienen lediglich als Hintergrund oder Zierelemente. Das Hauptbild wird dem User bis zu 10 Minuten lang angezeigt, während die anderen Bilder nur einige zehntel Sekunden zu sehen sind.

Die Screenshots auf der linken Seite zeigen das Hauptbild solch einer Nachricht. Auf der rechten Seite sind Beispiele der übrigen Bilder (die Originalmail enthält alle drei Bilder).

Soweit wir es beurteilen können, wird dieser Trick zur Zeit nur bei Aktien-Spam angewandt. Allerdings könnte sich diese Technik in Zukunft durchaus auch in anderen Bereichen ausbreiten.

Spammer entwickeln fortwährend neuer Techniken, um Spamfilter zu umgehen. Ob die Nutzung von Animationen die Erkennung von Spam erschwert, ist noch nicht ganz klar. Viele Spamfilter analysieren nicht die in Spam-Mails enthaltenen Grafiken. Die meisten von ihnen untersuchen nur die Nachrichtenstruktur, den Textinhalt und so weiter. Möglicherweise wird animierter Spam einfachen Filtern also ernsthafte Probleme bereiten, sofern sie nur Texte, nicht aber Bilder untersuchen – wobei es dann auch keine Rolle spielt, ob ein Bild animiert ist oder nicht.

Auf der anderen Seite mag das Verpacken einer Nachricht in bewegten Bildern zwar ein Novum sein, bessere Spamfilter sind aber in der Lage, auch mit animiertem Spam umzugehen, und diesen auszufiltern.

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