Computersaboteur erhält Rekordstrafe

Der Systemadministrator Yung-Hsun Lin muss wegen Computersabotage für 30 Monate ins Gefängnis und Schadensersatz von 55.000 Euro zahlen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Newark im US-Bundesstaat New Jersey hat Yung-Hsun Lin mit dem Urteil die bislang längste Bundesstrafe für den Versuch der Computersabotage erhalten. Der Systemadministrator hatte gestanden, Computer-Codes auf den Rechnern seines Arbeitsgebers Medco Health Solutions Inc. manipuliert zu haben. Zudem hatte er eigenen Code eingeschleust, um so eine logische Bombe zu zünden, die die Server des Unternehmens lahm legen sollte.

Yung-Hsun Lin hatte befürchtet, im Zuge der Ausgliederung von Medco Health Solutions Inc. aus dem Mutterkonzern Merck & Co seinen Job zu verlieren. Aus diesem Grund schleuste er die manipulierten Daten ein, die eine Systemattacke an seinem Geburtstag auslösen sollten. Dieser Versuch schlug aufgrund von Programmierfehlern allerdings fehl. Im Januar 2005 fanden Mitarbeiter des Unternehmens den veränderten Code, was nun zur Verurteilung von Yung-Hsun Lin führte.

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