Cisco fördert Sicherheit im „Internet der Dinge“

Da heute fast alle neuen Gadgets und elektronischen Geräte, wie etwa Haushaltstechnik, Kfz-Steuerungssysteme und medizinische Anlagen mit dem Internet verbunden werden können, hat sich das Spektrum der möglichen Angriffsziele wesentlich ausgeweitet, was durchaus besorgniserregend ist. Angesichts der stetigen Evolution des „Internets der Dinge“ (Internet of Things, IoT) – der Sammelbegriff für Smart-Geräte dieser Art – hat Cisco Systems einen Wettbewerb ausgelobt, der die Entwicklung der besten Schutzlösungen auf diesem Gebiet belohnt, bevor das Problem größere Ausmaße annimmt.

Der Cisco Security Grand Challenge ist mit 300.000 Dollar dotiert. Zur Teilnahme eingeladen wurden Vertreter der weltweiten Sicherheits-Community, die bereit sind, an der Entwicklung praktikabler und universaler Lösungen zur Gewährleistung der IoT-Sicherheit zu arbeiten. Gemäß den Wettbewerbsbedingungen sind die unerlässlichen Elemente solcher Entwicklungen ein Antiviren-Schutz, eine zuverlässige Passwortverwaltung sowie die Gewährleistung der Vertraulichkeit.

Nach Aussage von Chris Young, Senior Vice President der Cisco Security Group, werden bei diesem Wettbewerb bis zu sechs Gewinner gekürt werden, von denen jeder zwischen 50.000 und 75.000 Dollar erhält. Projekt-Vorschläge können noch bis zum 17. Juli eingereicht werden, die Namen der Gewinner werden auf dem zweiten alljährlichen IoT-Forum des Unternehmens (Internet of Things World Forum), das im Herbst in Barcelona stattfindet, bekannt gegeben.

Die im Rahmen des Cisco Security Grand Challenge eingereichten Ideen werden nach den folgenden Kriterien bewertet:

  • Technische Machbarkeit, Skalierbarkeit, Performance und Benutzerfreundlichkeit;
  • Anwendbarkeit auf unterschiedliche IoT-Bereiche (industrielle Produktion, Massenbeförderung, Gesundheitswesen, Öl und Gas, intelligente Netzwerke usw.);
  • technisches Niveau/Funktionsfähigkeit des Ansatzes;
  • Kompetenz des Antragsstellers, seine Erfahrungen beim Entwickeln umsetzbarer und effizienter Lösungen.

„In dem Maße, in dem unser Netzlebensraum größer und reicher wird, wird auch der Bedarf an neuen Sicherheitsmodellen immer dringlicher“, kommentiert Young.

Innerhalb der letzten Jahre wurde sehr deutlich, dass der Schutz von Smart-Geräten in intelligenten medizinischen Geräten sowie in Kraftfahrzeugen nicht adäquat ist. Im vergangenen Jahr erklärten die Forscher Chris Valasek und Charlie Miller anschaulich, wie sie die Systeme einiger Ford- und Toyota-Modelle gehackt hatten und infolgedessen die Steuerung, Bremsen und andere Funktionen während des Fahrens entfernt kontrollieren konnten. Unterdessen rief die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten, (FDA), die Hersteller medizinischer Geräte dazu auf, Sicherheitsfragen höhere Priorität einzuräumen und machte eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung des Sicherheitsniveaus häufig angreifbarer Geräte, wie etwa Insulinpumpen, Herzschrittmacher und Defibrillatoren.

Quelle: threatpost

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