China: 2007 76 Millionen Fälschungen beschlagnahmt

China versucht seit geraumer Zeit gegen die große Verbreitung von illegalen Produktfälschungen vorzugehen. Jetzt hat die Regierung ihren Jahresbericht zum Kampf gegen „Piraterie“ vorgelegt und besondere Anstrengungen zum Schutz von Marken der Olympischen Spielen versprochen.

Ein Sprecher nannte das Vorgehen der Behörden gegen die Fälscher erfolgreich. Im Jahr 2007 wurden den Angaben zufolge fast 76 Millionen illegal kopierte Softwareprodukte, Filme und andere Güter beschlagnahmt. Über 13.000 Firmen, deren Hauptgeschäft Herstellung und Vertrieb von Fälschungen waren, wurden geschlossen.

Insgesamt 4322 Menschen wurden wegen Produktpiraterie verurteilt, zu den Strafen machte Peking aber keine Angaben. Das Phänomen ist aufgrund der großen Bevölkerung ein besonderes Problem. Ganze 93 Prozent aller in China verkauften Film-DVDs sollen nach Angaben der US-Filmindustrie illegal hergestellt werden.

Auch wenn der Anteil der kopierten Software nach Angaben der Business Software Alliance mittlerweile von 90 auf 82 Prozent gesunken sein soll, scheinen die Maßnahmen der Behörden wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Der Regierungssprecher verwies darauf, dass noch mehr Zeit benötigt wird, bis die Auswirkungen nachvollziehbar werden, da die Regelungen zum Kampf gegen „Piraterie“ noch nicht lange in Kraft sind.

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