British Telecom zerreißt Spam-Netze

Wenn von Spyware befallene Rechner Viren und Spam im Web verbreiten, bekommt das als Erster der Provider mit. Die British Telecom zeigt Verantwortung und will den unerwünschten Datenstrom unterbrechen – muss dafür aber den Datenverkehr ihrer Kunden überwachen. Das und mehr im Überblick.

Die British Telecom (BT) will künftig jede E-Mail, die über ihr Breitbandnetz übertragen wird, auf Spam checken und damit die Botnetze zerreißen, die für den Großteil der Spam-Mails verantwortlich sind. Ein Botnetz besteht aus virenverseuchten Rechnern, die vom Virenautor gesammelt ferngesteuert werden können, ohne dass die Besitzer dies überhaupt merken.

Hier geht’s nicht weiter: Serviceprovider haben die Möglichkeit, bestimmte bösartige Datenströme zu unterbrechen Das vollautomatische System Content Forensics von StreamShield Networks wird täglich Millionen von E-Mails überprüfen und einen detaillierten Bericht über den Ursprungsort und das Ausmaß eines Spam-Problems im British-Telecom-Netz erstellen. Der Kundendienst von BT kann darauf Gegenmaßnahmen ergreifen, um das Spam-Problem zu beenden: missbräuchlich verwendete Accounts sperren und IP-Adressen blacklisten.

So nobel das Ansinnen sein mag: Das Prüfen von Millionen E-Mails, und sei es nur durch einen Automaten, wird nicht nur auf Gegenliebe stoßen. Spamchecking sollte Privatsache bleiben, die Gefahr von (ungewollter) Zensur ist zu groß, das Vorsortieren von E-Mails zweifelhaft. Ob das Spamchecking für die Kunden freiwillig passieren oder ihnen aufgezwungen wird, geht leider aus dem Bericht bei Earthtimes.org nicht hervor.

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